Zum Welttag der Alphabetisierung am 8. September erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Enrico Schult:
„Pünktlich zum Schulanfang in Mecklenburg-Vorpommern ruft dieser Tag in Erinnerung, dass Lesen und Schreiben die Grundlage jeder Bildung sind. Doch in Mecklenburg-Vorpommern scheitern immer mehr Kinder an genau diesen Kernkompetenzen. PISA-Studien zeigen: Ein Viertel der Schüler verfehlt die Mindestanforderungen im Lesen. Damit ist Analphabetismus längst kein Randphänomen mehr, sondern bittere Realität.
Die Ursachen liegen auf der Hand: In den Familien wird Kindern zu selten vorgelesen. Fast 40 Prozent hören nach dem Vorlesemonitor selten oder nie eine Geschichte. In den Schulen wurde unter der Landesregierung wiederum das Lesenlernen jahrelang vernachlässigt, als man es nur ‚integral‘ behandelte und die bewährten Lesebücher gegen modische Experimente eintauschte. Das Ergebnis ist der sogenannte digitale Analphabetismus: Kinder können zwar tippen und wischen, aber sie verlieren Lesefähigkeit, Ausdrucksvermögen und Konzentration.
Die AfD-Fraktion fordert deshalb eine Rückkehr zur soliden Elementarbildung: Lesen, Schreiben und Rechnen müssen wieder im Mittelpunkt stehen – mit klaren Strukturen, systematischer Vermittlung und interessanten, altersgerechten Lesebüchern. Aber auch die Eltern sind stärker in die Pflicht zu nehmen. Vorlesen am Abend und gemeinsames Lesen müssen wieder selbstverständlich werden. Schulen brauchen weniger Diagnostik-Tools und Evaluationsrummel, dafür mehr Zeit für das tägliche Lesen und Schreiben. Bibliotheken und Leseförderprojekte dürfen nicht zu Spielwiesen ideologischer Experimente verkommen, sondern müssen sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren: den Kindern die Lust am Lesen zu vermitteln.
Lesen ist die Eintrittskarte in unsere Kultur, in Wissen und Selbstbestimmung. Wer Analphabetismus bekämpfen will, muss endlich wieder das Lesen selbst in den Mittelpunkt rücken – nicht politische Modeprojekte.“