Warnow Klinik Bützow: Reform macht aus Krankenhaus nur bessere Poliklinik

Zur Insolvenz in Eigenverwaltung der Warnow Klinik in Bützow und zur geplanten Umwandlung in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Der vorerst weiterlaufende Betrieb ändert nichts an der harten Realität. Nach den Vorgaben der Krankenhausreform ist dieses Haus mit 71 Betten ein Kleinstkrankenhaus, das in seiner bisherigen Struktur nicht mehr kostendeckend arbeiten kann. Die Umwandlung in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung macht das Klinikum faktisch zu einer besseren Poliklinik.

Weiterhin klafft eine Finanzierungslücke. Das ist der Hauptknackpunkt: Mit der Umwandlung droht das Vorhalten einer echten Notaufnahme wegzufallen. Damit wäre die Warnow Klinik nach Crivitz das zweite Krankenhaus im Land, das kein vollwertiges Krankenhaus mehr ist. Aus einem echten Krankenhaus wird eine ausgedünnte Ersatzstruktur. Wenn dieser Weg weitergeht, droht dasselbe Schicksal zahlreichen weiteren Standorten. Am Ende bleiben nur noch die beiden Universitätsmedizinen als echte Kliniken übrig, während der Rest des Landes mit einer unzureichenden Krücke auskommen soll.

Die Landesregierung unter Ministerin Drese schaut zu und schiebt die Verantwortung nach Berlin. Sie kritisiert zwar die starren Fristen, handelt aber nicht, um echte Krankenhausstandorte mit Notaufnahme und stationärer Vollversorgung zu retten. Die AfD-Fraktion fordert den Erhalt aller 37 Krankenhausstandorte als vollwertige Kliniken mit wohnortnaher Notfall- und Regelversorgung. Mecklenburg-Vorpommern braucht keine geordneten Verfahren zum Kliniksterben, sondern eine Politik, die Krankenhäuser vor Ort sichert und auch auf dem Land im Notfall kurze Wege ermöglicht.“

AfD-Fraktion MV

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