Ein Pflegeheimplatz kostet inzwischen mehr als das Vierfache der Durchschnittsrente. 3.245 Euro Eigenanteil im ersten Jahr, über 5.000 Euro Gesamtkosten pro Monat. Zu den stetig ansteigenden Eigenanteilen für einen Pflegeplatz erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD, Thomas de Jesus Fernandes:
„Was sich hier abspielt, ist ein sozialpolitischer Skandal historischen Ausmaßes. Statt beschönigend von ‚Kostenentwicklung‘ zu reden, muss man es als das bezeichnen, was es ist: Organisierter Sozialabbau.
Die Wahrheit ist: Pflegebedürftigkeit bedeutet heute den finanziellen Ruin. Millionen Bürger, die ihr Leben lang gearbeitet, Steuern gezahlt und dieses Land getragen haben, werden im Alter gnadenlos abkassiert. Während Milliarden für ideologische Projekte, Migration und Bürokratie verbrannt werden, lässt die Politik unsere Senioren im Stich.
Besonders perfide ist die Konstruktion des Systems: Die Politik lobt zu Recht bessere Löhne für Pflegekräfte, wälzt die Kosten aber nahezu vollständig auf die Pflegebedürftigen ab. Gleichzeitig ziehen sich die Länder seit Jahren aus ihrer Pflicht zur Finanzierung der Investitionskosten zurück. Das Ergebnis: Alte Menschen finanzieren mit ihrer Rente staatliche Pflichtaufgaben. Das ist nicht solidarisch, das ist schamlos.
Die sogenannten Entlastungszuschläge entpuppen sich dabei als Augenwischerei. Selbst mit dem höchsten Zuschlag nach vier Jahren bleiben über 2.000 Euro monatliche Eigenbelastung. Wer soll das bezahlen? Die durchschnittliche Rente jedenfalls nicht.
Die Wahrheit ist: Diese Zuschläge kaschieren ein kaputtes System, sie reparieren es nicht.
Wenn Pflegebedürftige staatliches Versagen kompensieren müssen, sollte die Bundesregierung aufwachen. Doch statt struktureller Lösungen gibt es Darlehen, Arbeitsgruppen und Vertröstungen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteilt Beruhigungspillen, Kanzler Friedrich Merz zeigt sich unzufrieden und die Kosten explodieren weiter. Unzufriedenheit ersetzt keine Verantwortung.
Was es jetzt braucht, ist kein weiteres Papier, sondern einen klaren Kurswechsel: Eine verbindliche Begrenzung der Eigenanteile und die gezielte Stärkung des größten Pflegedienstes. Nämlich den der der pflegenden Angehörigen. Wer Pflege weiter zur privaten Armutsfalle macht, verspielt nicht nur Vertrauen und verletzt den sozialen Grundvertrag dieses Landes.“