Verhandlungen gescheitert: Krankenbeförderung vor dem Kollaps

Zu den gescheiterten Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Taxi- sowie Mietwagengewerbe erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Mit dem Scheitern der Verhandlungen droht eine massive Verschärfung der Lage in der Krankenbeförderung. Rund 75 bis 80 Prozent aller Fahrten werden von Taxi- und Mietwagenunternehmen übernommen. Wenn Vergütungen nicht einmal kostendeckend sind, wird ein zentraler Teil der Versorgung sehenden Auges gefährdet.

Patienten werden künftig gezwungen sein, sich selbst durchzutelefonieren, um überhaupt noch ein Unternehmen zu finden, das Krankenfahrten anbietet. Das ist kein würdiger Zustand in einem Sozialstaat, sondern organisierte Verantwortungslosigkeit. Die Leidtragenden sind kranke Menschen, die auf diese Fahrten angewiesen sind. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern können Ausfälle schnell zu echten Versorgungslücken führen.

Schon jetzt ist absehbar, dass Patienten künftig erhebliche Schwierigkeiten haben werden, überhaupt noch Beförderungen zu organisieren. Vorschläge zur Vorkasse gehen dabei völlig an der Lebensrealität vieler Betroffener vorbei. Wenn die Kassen wirtschaftliche Realitäten ignorieren und auf starren Einheitsverträgen beharren, darf man sich nicht wundern, wenn am Ende die Versorgung kollabiert.

Jetzt braucht es ein Umdenken: kostendeckende Vergütungen, echte Verhandlungen auf Augenhöhe und klare politische Leitplanken, die sicherstellen, dass die Krankenbeförderung nicht dem Spardiktat geopfert wird.“

AfD-Fraktion MV

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