Umgang des Umweltministers mit dem Wal vor Poel: Politischer Eigennutz statt Tierwohl

Zu den Volten des Umweltministers Dr. Till Backhaus, den Wal vor Poel nach einem Gutachten erst in Ruhe sterben lassen zu wollen, dann doch dem öffentlichen Druck nachzugeben und eine privat finanzierte Rettungsaktion ohne juristische Konsequenzen für das Land zu dulden und nun dem Wal eine Überlebenschance zu attestieren samt angekündigtem Fütterungsversuch mit Hering und Shrimps, erklärt der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thore Stein:

„Minister Backhaus‘ Kalkül war von Anfang an, sein politisches Risiko konsequent zu minimieren. Das vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Gutachten diente zwei Wochen als bequemer Deckmantel für die Untätigkeit mit Ziel den Wal ‚in Würde und Ruhe sterben lassen‘. Unangenehme eigenständige Entscheidungen für eine etwaige Rettung, mit allen Risiken, wollte er sich damit von vornherein ersparen. Die massive Empörungswelle wollte er in der Hoffnung aussitzen, dass die Natur das von selbst zeitnah regelt.

Als der öffentliche Druck jedoch zu groß wurde, knickte der Minister ein. Plötzlich wurde eine private Rettungsinitiative zugelassen, obwohl das ursprüngliche Gutachten weiterhin galt. Backhaus handelte nicht auf Basis einer fachlichen Neubewertung, sondern aus reinem politischen Opportunismus. Der Clou der Strategie: Die private Rettungsaktion wird vom Land als ‚geduldete Inobhutnahme‘ bewertet. Das Land ist damit juristisch aus dem Schneider und trägt keine Verantwortung. Bei Scheitern kann der Minister sagen, dass es nicht in seiner Hand lag. Gleichzeitig saugt er jedoch den moralischen und politischen Nektar ab: Tägliche Präsenz vor Ort, emotionale Statements, nächtliche Kontrollen und medienwirksame Auftritte. Die Kosten für seine Dienst- und Bootsfahrten darf der Steuerzahler tragen.

Besonders kritikwürdig ist das situationselastische Auslegen des ‚Tierwohls‘ auf Kosten der Glaubwürdigkeit: Zuerst diente das Tierwohl als Begründung für Passivität, jetzt plötzlich für aktive Inszenierung samt Fütterungsversuch.

Die mediale Empörung und die nahende Landtagswahl dürfen nicht den klaren Blick auf die Situation versperren. Ein Minister muss im Zweifelsfall auch unpopuläre Entscheidungen treffen können.“

AfD-Fraktion MV

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