Die Freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern leisten wichtige Dienste und tragen zur Sicherheit der Bevölkerung in MV bei, was sich in einem aktuellen Themenschwerpunkt des NDR spiegelt. Jedoch bringen wachsende Kosten und Aufgaben Ehrenamtliche und Kommunen gleichermaßen an ihre Grenzen. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Nikolaus Kramer:
„Allein in Mecklenburg-Vorpommern rückten die Freiwilligen Feuerwehren im vergangenen Jahr zu rund 4.800 Fehlalarmen aus – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2.600 Einsätzen im Jahr 2015. Das hat Folgen: Ehrenamtliche Feuerwehrkräfte verlassen tagsüber ihren Arbeitsplatz, um Einsätze abzusichern. Damit geraten nicht nur die Einsatzkräfte selbst, sondern auch ihre Arbeitgeber zunehmend unter Druck. Immer häufiger stellen Unternehmen den Kommunen inzwischen Rechnungen für Arbeitsausfälle ihrer Beschäftigten, die als Feuerwehrleute im Einsatz waren. Die Tendenz ist steigend. Dieses Modell belastet Städte und Gemeinden zusätzlich finanziell.
Das neue Brandschutzgesetz in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet zwar die Möglichkeit, hauptamtliche Mitarbeiter bei Freiwilligen Feuerwehren einzustellen, um insbesondere kleinere Einsätze und die Tagesbereitschaft besser abzusichern. Doch genau hier zeigt sich ein gravierendes Problem: Den Kommunen fehlt schlichtweg das Geld, um diese Stellen Wirklichkeit werden zu lassen.
Das muss Innenminister Pegel, der doch in Personalunion Kommunalminister ist, ‚übersehen‘ haben, als er im März das Brandschutzgesetz novellierte. Es reicht nicht aus, eine Landesgesetzgebung einzurichten, die dann aus Geldnot folgenlos bleibt. Wer leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutz will und ihn als öffentliche Kernaufgabe begreift, muss den Kommunen entweder die Mittel für dieses Personal geben oder das Ehrenamt in der Feuerwehr endlich zukunftsfest machen.“