Knapp zwei Wochen nach der Freisetzung des in der Ostsee mehrfach gestrandeten Buckelwals scheint nun das tragische Ende vor der dänischen Insel Anholt eingetreten zu sein. Bei dem vor der Küste Dänemarks liegenden Tier handelt es sich ersten Erkenntnissen nach um den gleichen Wal, der wochenlang vor der Insel Poel für öffentliches Aufsehen gesorgt hat. Während das Tier nun womöglich seine Ruhe gefunden hat und der Lauf der Natur obsiegte, stellt sich zunehmend die Frage nach der pietätlosen Rolle des Umweltministers Till Backhaus. Dazu erklärt der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Thore Stein:
„Der Wal hat dem Anschein nach seine Ruhe gefunden. Das sollten wir in Demut vor Mutter Natur zur Kenntnis nehmen. Inwieweit die mit viel Aufwand betriebene Rettungsaktion am Ende nur das Leid des Tieres verlängert oder gar vergrößert hat wird nun sicherlich erneut diskutiert werden müssen. Insbesondere auch vor dem Hintergrund des Gutachtens renommierter Experten, die dem geschwächten Tier von Anfang an wenig Chancen eingeräumt hatten.
Besonders fragwürdig erscheint jedoch das Verhalten des Umweltministers Till Backhaus, der erst sein eigenes Gutachten von heute auf morgen als gegenstandslos bewertete und dann eine gewaltige PR-Show rund um das Leid des Tieres vor der Insel Poel inszenierte. Gerade auch seine regelmäßigen Äußerungen zum Zustand des Wals nach dessen Freisetzung müssten nun als dilettantische Realitätsverkennung oder bewusste Falschbehauptung hinterfragt werden. Noch vor wenigen Tagen versteifte sich der Minister nämlich auf die Aussage, dem Wal gehe es gut, er würde in fischreichen Gewässern Nahrung zu sich nehmen und die Daten des (mysteriösen) Trackers würden zahlreiche Tauchgänge und ein sehr vitales Verhalten nahelegen.
Offiziell gab und gibt es diese Daten jedoch bis heute nicht. Eine Kleine Anfrage sorgt hier hoffentlich für Transparenz. Ganz offenbar handelte es sich, gerade auch vor dem Hintergrund des tragischen Endes vor der Insel Anholt, um Seemannsgarn, mit dem der Minister seinen eigenen Kopf aus der Schlinge ziehen wollte. In der trügerischen Hoffnung, dass die Wahrheit über den Verbleib des Wals in der Tiefe der Nordsee verschwinden würde. Der Wal hat wohl seine Ruhe gefunden – der dienstälteste Minister in Deutschland möge sich nun auch zur Ruhe setzen und den Stuhl räumen.“