Die Stelle des Büroleiters von SPD-Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ist unbesetzt. Die Ministerin sah für diesen Posten den bisherigen Stellvertreter mit SPD-Parteibuch vor, dem aber die entsprechende Qualifikation fehlt. Der Personalrat erhob dagegen Einspruch. Seitdem lässt Alabali Radovan die Stelle unbesetzt und der Stellvertreter ist de facto der Büroleiter. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Enrico Schult:
„Gelernt ist gelernt: Treue Parteifreunde der SPD werden auch in Berlin mit Posten belohnt. Kennt man das nicht irgendwoher? In Alabali Radovans politischen Heimatland Mecklenburg-Vorpommern lebt das linke Lager unter der Vetternwirtschaft der Ministerpräsidentin in Saus und Braus. Ganz offensichtlich versteht die Entwicklungsministerin als mächtigste politische Ziehtochter von Manuela Schwesig ihr Handwerk. Verfahrenstechnische Hürden oder moralische Bedenken werden umgangen, der Zweck heiligt die Mittel, das Parteibuch gilt mehr als der Anstand. Da bekommt das Wort Entwicklungshilfe im Ministerium eine neue Bedeutung.
Denn unter Schwesig haben Pöstchenmauscheleien System. Beispiele gibt es zuhauf: Die Turbobeförderung von Andreas Walus zum Leitenden Polizeidirektor. Der Wechsel von Elisabeth Aßmann zur Lottogesellschaft per Eilverfahren ohne Ausschreibung. Oder die Anstellung von Lily Blaudszun als Schwesigs Parteisprecherin, während die Staatskanzlei Blaudszuns früheren Arbeitgeber ‚365 Sherpas‘ für sich arbeiten lässt. Am Golchener Hof, betrieben vom Ehemann der SPD-Abgeordneten Klingohr, tagt regelmäßig die SPD-Landtagsfraktion. Manuela Schwesigs Ehemann machte Station bei der landeseigenen Mülldeponie Ihlenberg und fand anschließend Unterschlupf im Landwirtschaftsministerium. Und so weiter, und so fort. Die Liste der Sünden ist lang.
Der ‚soziale Kitt‘ der SPD ist ein Sumpf aus Vetternwirtschaft und Selbstbedienung. Kein Wunder also, dass die Genossen gegen die AfD Gift und Galle spucken. Würden wir in Regierungsverantwortung den jahrzehntealten SPD-Filz öffentlich machen, wäre die Sozialdemokratie abschließend politisch ruiniert.“