Laut Aussagen des Deutschen Meeresmuseums ist der vor der Insel Poel abtransportierte Buckelwal „mit hoher Wahrscheinlichkeit tot“. Derweil bestätigte das Umweltministerium, keine Trackerdaten zum Verbleib des Wals zu erhalten. Dazu erklärt der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thore Stein:
„Vor drei Tagen sendete Minister Backhaus die letzte Jubelmeldung der vermeintlich erfolgreichen Rettung des Wales. Seitdem überschlagen sich die Retter mit Anschuldigungen – auch gegen den Landesminister. Backhaus sprach von einer engmaschigen Abstimmung und gab medienwirksam den Walretter. Nun muss er ernüchternd feststellen, nichts über den Verbleib des Wals zu wissen. Dabei war von Anfang an klar, dass der Transport des Wals in das offene Meer nur ein erster Schritt einer erfolgreichen Rettung sein kann. Das weitere Leben bzw. Überleben des Wals sei dann engmaschig mit einem Tracker zu verfolgen.
Ganz offenbar gab es über die technischen Details, so auch die Art des Trackers, keine Vorgaben seitens des Ministeriums – oder deren Einhaltung wurde nicht geprüft. Dabei betonte Minister Backhaus stets die engmaschige Abstimmung mit der Rettungsinitiative. Vielleicht wurden aber auch nur die PR-Termine abgestimmt.
Nunmehr gibt man sich im Ministerium empört und zeigt sich hilflos, da keine Standortdaten des Wals übermittelt werden. Das zeugt nicht gerade von Souveränität! Es steht zudem die Frage im Raum, ob der Rettungsversuch, auch aufgrund der anfänglichen Untersagung, ab einem bestimmten Zeitpunkt zum Scheitern verurteilt war und schließlich eine rote Linie überschritten wurde.
Ohne Transparenz hinsichtlich des Verbleibs des Wals bleiben viele Fragen offen – auch über die Rolle des Umweltministers Till Backhaus. Und dieser muss nun im eigenen Interesse schnellstmöglich dafür sorgen, dass die private Initiative die angeforderten Daten liefert.“