Laut Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion erfolgte im Rahmen der vom mecklenburgischen Staatstheater durchgeführten sogenannten „Regenbogenparty“ keine Einladung der Schweriner AfD-Oberbürgermeisterkandidatin Petra Federau. Alle anderen Kandidaten wurden eingeladen. Das Staatstheater wird mit etwa 60 Millionen Euro in den Jahren 2026/2027 gefördert. Dazu erklärt haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Martin Schmidt:
„Ein solcher selektiver Ausschluss einer demokratisch legitimierten Kandidatin ist nicht nur politisch fragwürdig, sondern widerspricht auch dem Anspruch auf Fairness, Meinungsvielfalt und demokratischen Diskurs. Gerade Veranstaltungen, die öffentlichkeitswirksam auftreten und gesellschaftliche Offenheit für sich beanspruchen, sollten unterschiedliche politische Positionen zulassen, anstatt Vertreter einer bestimmten Partei bewusst auszugrenzen.
Wenn derartige Formate erkennbar nur bestimmten politischen Strömungen eine Bühne bieten und andere bewusst ausschließen, entsteht unverrückbar der Eindruck parteipolitischer Instrumentalisierung anstelle eines offenen gesellschaftlichen Austauschs.
Die AfD stellt zudem grundsätzlich die Sinnhaftigkeit von mit öffentlichen Geldern unterstützter Veranstaltungen infrage, wenn sie erkennbar politisch einseitig ausgerichtet werden. Ein gesellschaftlicher Mehrwert ist hier nicht gegeben, wenn bewusst andere Kandidaten ausgeschlossen werden. Wer Vielfalt fordert, muss politische Vielfalt ebenfalls aushalten.
Die Verantwortlichen im Staatstheater müssen sich fragen, ob sie sich derartige Veranstaltungen leisten können. Der Kulturbereich ist und bleibt ein Zuschussgeschäft und steht in besonderer Verantwortung, mit Steuergeld umsichtig wie kulturfördernd zu wirken. Politische Einseitigkeit auf Steuerzahlerkosten kommt Wahlkampf gleich. Das Staatstheater sollte politisch neutral agieren und zukünftig Kandidaten aller Richtungen einladen.“