Zu der Darstellung eines im NDR veröffentlichten Beitrages über einen Forschungsbericht, der Kleine Anfragen der AfD-Fraktion zu Themen der Sozialen Arbeit wie Kinder- und Jugendarbeit, der Flüchtlingshilfe oder der Obdachlosenhilfe in die Nähe von „Beeinflussung durch extreme Rechte“ stellt, erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Thore Stein:
„Wer sich über die verfassungsmäßigen Rechte der gewählten Opposition empört, zeigt ein bemerkenswert schwaches Demokratieverständnis. Viele Träger haben sich offenbar daran gewöhnt, mit Steuergeld relativ unkontrolliert und nach eigenen weltanschaulichen, meist linkslastigen Vorstellungen zu arbeiten. Der AWO-Skandal hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich Führungskräfte eines sozialen Trägers mit Steuergeld die Taschen vollgehauen haben.
Kleine Anfragen sind das originäre, in der Landesverfassung und der Geschäftsordnung des Landtags verankerte Recht der Opposition, Regierung, nachgeordnete Behörden und vor allem die Zuwendungsempfänger öffentlicher Mittel transparent zu kontrollieren.
Anstatt sich über mehr Transparenz aufzuregen, sollten die Träger lernen, Rechenschaft über die Verwendung öffentlicher Mittel abzulegen. Die Landeskassen leeren sich und ideologischen Projekten droht richtigerweise der Rotstift. Die Bürger haben ein selbstverständliches Recht zu erfahren – auch kleinteilig aufgeschlüsselt –, wo ihr Steuergeld hingeht, für welche Zwecke es ausgegeben wird und wem die Angebote tatsächlich nützen.“