Offshore-Windparks gestoppt: Rot-Rot handelt aus Zwang – nicht aus Einsicht

Zur Entscheidung der rot-roten Landesregierung, drei Offshore-Windparkprojekte vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zu stoppen, erklärt Petra Federau, energiepolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

„Die rot-rote Landesregierung hat drei geplante Offshore-Windparkprojekte in der Ostsee gestoppt. Das ist richtig, aber es ist kein Zeichen von Einsicht. Es ist das Ergebnis eines politischen Scheiterns, das sich in drei Bereichen klar benennen lässt: Explodierende Kosten, wachsende Sicherheitsrisiken und konkrete Schäden für unser Land.

Offshore-Windkraft ist teuer und wird immer teurer. Die Offshore-Netzumlage steigt 2026 auf 0,941 Cent pro Kilowattstunde, nach 0,816 Cent im Vorjahr. Das klingt nach wenig, summiert sich aber für Haushalte und Unternehmen zu erheblichen Mehrbelastungen. Dazu kommen Milliardenausgaben für den Ausbau der Stromnetze an Land, hohe Kosten für sogenannte Redispatch-Maßnahmen – also die aufwendige Steuerung des Netzes, wenn zu viel oder zu wenig Strom fließt – sowie der Schutz und die Überwachung der Anlagen auf See. Um die Stromkosten überhaupt noch einigermaßen erträglich zu halten, muss der Bund allein 2026 rund 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds zuschießen. Diese Kosten tragen letztlich Steuerzahler und Stromverbraucher.

Offshore-Windparks sind zudem kritische Infrastruktur mitten in einem geopolitisch immer brisanteren Meeresgebiet. Die Ostsee ist ein Raum mit wachsenden hybriden Bedrohungen. Windparks auf See sind kaum zu schützen und sie können militärische Radar- und Aufklärungssysteme empfindlich stören. Schweden hat daraus bereits Konsequenzen gezogen und mehrere geplante Großprojekte in der Ostsee aus Gründen der Landesverteidigung gestoppt. Mecklenburg-Vorpommern sollte diesen Schritt nicht nur nachvollziehen, sondern grundsätzlich in seine Energieplanung einbeziehen.

Unser Land lebt vom Tourismus. Die Küsten vor Rügen, Usedom und dem Darß sind keine beliebigen Industriestandorte, sondern das wirtschaftliche Rückgrat ganzer Regionen. Wer den Horizont mit Windrädern zustellt, beschädigt dieses Alleinstellungsmerkmal dauerhaft. Gleichzeitig werden durch Sicherheitszonen um die Windparks traditionelle Fischereigebiete massiv eingeschränkt. Und die Ostsee selbst leidet: Meeresbodenversiegelung durch Fundamentbauten und elektromagnetische Felder der Seekabel belasten ein ohnehin empfindliches Ökosystem.

Der Stopp dieser drei Projekte ist überfällig und richtig. Offshore-Windkraft in der Ostsee ist wirtschaftlich unverantwortlich, sicherheitspolitisch riskant und für unser Land schlicht der falsche Weg. Mecklenburg-Vorpommern braucht einen verlässlichen, bezahlbaren Energiemix, keine ideologisch getriebene Energiepolitik auf Kosten von Natur, Tourismus und Fischerei.“

AfD-Fraktion MV

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