Aus Anlass der Bestätigung der dänischen Behörden, dass es sich bei dem toten Wal vor Anholt um denjenigen handelt, der als Kulisse für eine irritierende PR-Show des Umweltministers diente, erklärt der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thore Stein:
„Die aktuellsten Infos aus Dänemark belasten Till Backhaus schwer, weil seine öffentlichen Statements der nun offensichtlich gewordenen Chronologie des Zutodekommens des Wales widersprechen.
So ist der Wal laut dänischen Behörden seit vielen Tagen tot, aber Herr Backhaus will noch vor sechs Tagen von angeblich regelmäßigen Signalen des Tieres gewusst haben. Auch muss der ausgesetzte Wal schnurstracks zurück in die Ostsee geschwommen sein, Nordsee und Atlantik kann er nie gesehen haben – was nicht mit Herrn Backhaus romantischem Bild übereinstimmt, ‚Timmy‘ würde bereits in der nördlichen Nordsee Fisch fressen.
Diese Ungereimtheiten reihen sich an Unklarheiten u.a. zum Tracker und verdichten sich zu einer großen Frage, die über Hilflosigkeit im Amt hinausgeht: Ist das überhaupt wahr gewesen, was Minister Backhaus öffentlich verkündete, oder diente es nur der Rechtfertigung seines Vorgehens? Hatte er womöglich die Hoffnung, dass der Wal – wie und wo auch immer – im Meer verschwindet, ohne dass jemand die Wahrheit erfährt?
Diese kam nun brutal ans Tageslicht. Wir erwarten die Auswertungen der dänischen Behörden und wenn sich die Vorwürfe erhärten, muss Frau Schwesig in ihrem Kabinett Konsequenzen ziehen.“