Mehr als 2.000 Lehrstellen unbesetzt: Schulpolitik scheitert beim Übergang von der Schule in den Beruf

Zu den jüngsten Meldungen über mehr als 2.000 unbesetzte Lehrstellen in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult:

„Wenn tausende Ausbildungsplätze im Land unbesetzt bleiben, ist das ein Alarmzeichen für den Zustand unseres Bildungssystems. Zum einen wird die schulische Berufsorientierung trotz komfortabler personeller und finanzieller Ausstattung ihrer Aufgabe offenkundig nicht gerecht. Schüler müssen viel früher erkennen, welche Chancen und Zukunftsperspektiven gerade eine Ausbildung in Handel, Gastronomie, Hotelgewerbe und Handwerk eröffnet. Zum anderen zeigt sich, dass die Qualität vieler Schulabschlüsse unzureichend ist – und das trotz immer weiter abgesenkter Anforderungen. Dass rund zehn Prozent der Schüler nach wie vor ganz ohne Abschluss die Schule verlassen, ist nichts anderes als ein bildungspolitischer Offenbarungseid.

Eine wachsende Zahl von Abgängern verlässt die Schule ohne ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten und nicht selten ohne den Willen, mit positiver Arbeitshaltung und Fleiß den Einstieg in eine Ausbildung zu schaffen. Die AfD setzt sich daher für eine konsequente Stärkung der Regionalschulen ein. Diese Schulen müssen wieder ihrem Anspruch gerecht werden, also ein solides Bildungsniveau vermitteln, Leistungsbereitschaft einfordern und praxisnah auf das Berufsleben vorbereiten. Nur die wirklich leistungsstarken Schüler gehören ans Gymnasium und werden dort zur Studierfähigkeit geführt.“

Dazu ergänzt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Michael Meister:

„Gerade in den kleinen und mittelständischen Betrieben, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden, finden sich Zukunftsperspektiven, gute Karrierechancen und auskömmliche Verdienste. Statt Schüler massenhaft in Studiengänge ohne Arbeitsmarktbedarf zu drängen, wäre es sinnvoll, auch Abiturienten stärker auf diese praxisnahen Berufsfelder hinzuweisen. Gleichzeitig müssen für ebenjene Betriebe die Bedingungen durch massiven Bürokratieabbau und steuerliche Entlastungen verbessert werden, um Investitionen tätigen und so faire Löhne zahlen und Fachpersonal einstellen zu können. Ebenso muss es für Angestellte, ob Azubi oder Facharbeiter, wieder attraktiv sein, zu arbeiten. Steuern und Abgaben fressen den Bruttolohn und die Motivation zur Arbeit auf.

Unser Ziel ist klar: gut qualifizierte Absolventen der Berufs- und Mittleren Reife, die in Handel, Gastronomie, Hotelgewerbe und Handwerk ihren Platz finden – zum Wohl der jungen Menschen, zur Stärkung unserer Wirtschaft und letztlich auch zum Nutzen unseres Landes.“

AfD-Fraktion MV

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