Lehrerstreik in MV: Respekt für Lehrkräfte, aber es geht eher um Unterrichtsqualität als ums Gehalt

Für Donnerstag, den 5. Februar, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Mecklenburg-Vorpommern wieder zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Unterrichtsausfälle sind zu erwarten, besonders an Grund-, Regional-, Förder- und beruflichen Schulen. Das Bildungsministerium verweist auf eine Notdienstvereinbarung zur Betreuung an Grund- und Förderschulen. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult:

„Lehrer arbeiten hart und verdienen täglich Respekt. Sie tragen Verantwortung für unsere Kinder und damit für die Zukunft unseres Landes. Sie gleichen beständig Probleme aus, die die Gesellschaft in die Schule trägt.

Gerade deshalb sollte Bildungspolitik nicht auf gewerkschaftlich inszenierte Tarifrituale verengt werden. Denn: Das vergleichsweise komfortable Gehalt ist für die Lehrer des Landes nicht das Hauptproblem. Im Ländervergleich verdienen unsre Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern mit am besten. Die GEW sollte kooperativ sein und nicht auf unmäßigen Gehaltserhöhungen beharren.

Wer eine bessere Schule und mehr Lehrergesundheit will, muss die Rahmenbedingungen so verändern, dass Lehrkräften wieder vor allem eines möglich ist: guter Unterricht.

Also weg von Symbolpolitik, hin zu echter Substanz: klare Priorität für Kernfächer, Leistungsorientierung und verlässliche Standards. Dazu gehört die Wiederherstellung der Einheit von Bildung und Erziehung. Lehrer wollen von unterrichtsfremden Leistungen entlastet werden: weniger Bürokratie, weniger Dokumentationspflichten, weniger ‚Projektitis‘, weniger Sitzungen, stattdessen mehr Raum für die ihnen anvertrauten Kinder und gründliche Unterrichtsvorbereitung.

Lehrkräfte brauchen Zeit für Muße und Erholung, für Lektüren und selbstverantwortete Weiterbildung. Nur wer geistig und mental auftanken kann, vermag auch freud- und gehaltvoll zu unterrichten.

Ein Warnstreik trifft zuerst Schüler und Familien. Deshalb erwarten wir, dass alle Seiten rasch zu tragfähigen Lösungen kommen, ohne dabei die Schule als Druckmittel zu missbrauchen. Die Landesregierung muss endlich liefern: weniger Verwaltung, besserer Unterricht, mehr zugunsten von Autorität und Wertschätzung der Lehrkräfte.“

AfD-Fraktion MV

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