Landesschülerrat auf dem Weg zur Vertretung der Staatsjugend?

Anstatt eine selbstbewusste und unabhängige Vertretung der Schülerschaft zu sein, scheint sich das Gremium zunehmend der Exekutive anzudienen. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion:

„Symptomatisch ist, dass sich der Landesschülerrat bei seiner jüngsten Delegiertenvollversammlung in Warnemünde zwar nicht die größte Oppositionspartei, aber dafür hochkarätige Vertreter der Landesregierung eingeladen hat. Mit Staatssekretären und Ministerinnen im Dialog – soll so kritische Schülervertretung aussehen? Diese bedenkliche Staatsnähe lässt den Verdacht aufkommen, dass die Leitung des Landesschülerrates nach den jüngsten Misshelligkeiten und Skandalen im eigenen Umfeld bei den Machthabern Schutz sucht.

Auffällig, wie bereitwillig sich Vertreter der Schülerschaft den politischen Funktionsträgern andienen und deren Positionen übernehmen, anstatt eigene Argumentationslinien zu entwickeln oder kritische Urteile zu formulieren. Abgesehen davon, dass an den Schulen andere Themen als politische vordringlich wären – vor allem das zunehmende Gewalt- und Drogenproblem.

Wenn Schülervertretung sich so staatsnah versteht, drängt sich der Eindruck auf, es geht hier hier weniger um die Interessen der jungen Generation als um die artige Anpassung an die politische Linie der Landesregierung.

Der vom Landesschülerrat vorgelegte ‚5-Punkte-Plan gegen Extremismus‘ und die Forderungen nach mehr ‚Demokratiebildung‘ und gesellschaftspolitischer ‚Sensibilisierung‘ werfen die Frage auf: Wünscht sich die Führung des Landesschülerrates einen neuen Staatsbürgerkundeunterricht, diesmal unter dem Etikett der Nachhilfe im politisch korrekten Auftreten als neue Kernaufgabe der Schülervertretung?

Wir fordern eine Rückbesinnung des Landesschülerrates auf seine eigentliche Aufgabe, eine kritische, unabhängige und der gesamten Schülerschaft verpflichtete Interessenvertretung zu entwickeln, statt den Marsch in Richtung einer staatlich gelenkten ‚Staatsjugend‘ anzutreten. Der Landesschülerrat sollte sich gerade nicht als nachgeordnete Institution des Bildungsministeriums verstehen.“

AfD-Fraktion MV

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