Küstenfischerei zum immateriellen Kulturerbe ernannt – Titel allein retten keine Betriebe

Die Küstenfischerei in Mecklenburg-Vorpommern soll als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden. Viele Fischer verbinden damit Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit für ihre schwierige Lage. Zugleich äußern zahlreiche Betriebe selbst Zweifel, ob ihnen dieser Schritt überhaupt konkret hilft. Dazu erklärt der fischereipolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Paul Timm:

„Fischerboote gehören nicht ins Museum, sondern aufs Meer. Ein Titel als Kulturerbe mag gut gemeint sein, er schafft aber keine besseren Grundlagen für das Überleben unserer Küstenfischer. Die Realität zeigt, dass unsere Fischereibetriebe weiterhin durch Auflagen, Fangbeschränkungen und politische Fehlentscheidungen gegängelt werden.

Dass selbst viele Fischer skeptisch sind, ob ihnen diese Auszeichnung tatsächlich etwas bringt, sollte der Politik zu denken geben. Wer glaubt, dass reine Symbolpolitik plötzlich mehr politische Schlagkraft entfaltet, verkennt die Lage oder redet sich die Notsituation schön. Die Fischer brauchen keine symbolische Würdigung, sondern konkrete Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen und verlässliche Perspektiven.

Während Quoten immer weiter eingeschränkt werden, fressen Kormorane und andere Prädatoren große Teile der Bestände weg, ohne dass hier wirksam gegengesteuert wird. Dieses Ungleichgewicht verschärft die Lage der Fischer zusätzlich. Dabei sollte die Politik gezielt über die Fangquoten des Kormorans reden.

Die AfD-Fraktion steht klar an der Seite der Küstenfischer. Wir wollen, dass diese traditionsreiche Branche auch weiterhin als lebendiger Teil unserer Wirtschaft und Identität besteht und nicht nur als Ausstellungsstück dient.“

AfD-Fraktion MV

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