Seit Monaten gelingt es der DAK-Gesundheit nicht, mit Transportanbietern eine erneute Vergütungsvereinbarung zu schließen. Infolge dessen werden Transportunternehmen gezwungen ihre seit Jahrzehnten erbrachte Leistung einzustellen. Zur angekündigten Einstellung von Tragestuhl- und Liegendtransporten des Taxi-Landesverbandes für Versicherte der DAK-Gesundheit in Rostock sowie zu den drohenden Folgen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:
„Wenn schwerkranke Menschen plötzlich nicht mehr zuverlässig zur Dialyse, zur Chemo oder zur Strahlentherapie gebracht werden können, dann läuft im Gesundheitssystem etwas grundlegend falsch. Genau diese Entwicklung erleben wir derzeit in Rostock und sie könnte sich ab dem 1. April auf Versicherte sämtlicher Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern ausweiten. Die Leidtragenden sind schwerkranke Menschen, die ohne diese Fahrten ihre Behandlung oft gar nicht erreichen können. Die Krankenkassen haben einen klaren Sicherstellungsauftrag. Sie müssen gewährleisten, dass Versicherte medizinische Leistungen auch tatsächlich erreichen. Besonders irritierend ist dabei, dass gleichzeitig immer wieder behauptet wird, im System fehle das Geld. Tatsächlich haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2025 einen Überschuss von rund 3,5 Milliarden Euro erzielt. Geld ist also vorhanden, nur die Prioritäten stimmen offensichtlich nicht.
Elementare Versorgungsleistungen wie Krankenfahrten sind finanzierbar und müssen auch in Zukunft gewährleistet sein. Wer gesetzliche Vorgaben wie Zwei-Personen-Besatzungen, qualifiziertes Personal und speziell ausgestattete Fahrzeuge verlangt, muss auch bereit sein, diese Leistungen angemessen zu vergüten. Krankenfahrten sind keine Luxusleistung. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle und dementsprechend braucht es jetzt schnell eine tragfähige Lösung.“