„Geführt wird vorne“: Landrat Stefan Sternberg rüstet für den Verteidigungsfall und plant seine persönliche Einsatzführung im Landkreis. Die Kapriolen dieses Landrats – der für glamouröse Auftritte und Außendarstellung bekannt ist – hinsichtlich eines seiner Meinung nach praxistauglichen Einsatzfahrzeugs sind seriös kaum zu beschreiben. Im Kern geht es ihm um eine Rechtfertigung für sein völlig überteuertes Dienstfahrzeug.
Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Thore Stein:
„Dass Politiker häufig für ausschweifenden Lebensstil und teure Amtsführung auf Steuerzahlerkosten in der Kritik stehen, ist leider nichts Neues. Dass das bei uns in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere auf diejenigen zutrifft, die unter dem sozialen Label Wasser predigen und Wein saufen: Auch das ist nichts Ungewöhnliches.
Ungewöhnlich sind dagegen die Fremdscham hervorrufenden Rechtfertigungsbemühungen des Herrn Sternberg, der seinen 500 PS-starken 7er-BMW – der so gar nicht zur proklamierten Energiewende und Ressourcenschonung passen will – gegen Kritik zu verteidigen versucht. Wer im Verteidigungsfall unserer Heimat Deutschland von seiner Luxuslimousine aus die Einsatzführung im Landkreis leisten will, dem fehlt es erstens an Ernst, zweitens an Demut und drittens an Realitätssinn.
Wenn man mal den Zynismus dieses Landrats, die Bürger aus selbstbezogenem Grund mit einer Kriegsgefahr zu verängstigen, zur Seite schiebt, dann empfehle ich Herrn Sternberg einen bewährten ‚Wolf‘ (Mercedes) als Einsatzführungsfahrzeug. Im Kriegsfall kann auf seine integrierte Funkanlage zurückgegriffen werden, um etwaige Ausfälle des Mobilfunks zu kompensieren. Für die notwendige Akkuladung des Smartphones, das spontane Bilddokumentation der Führungsarbeit des Herrn Landrats – wir erinnern ‚Geführt wird vorne‘ – zuverlässig ermöglicht, dürfte ein handelsüblicher Adapter für den Zigarettenanzünder reichen. Bleibt die Frage, ob Herr Sternberg bereits eine gutsitzende Gardeuniform vorhält? Die Lieferzeiten bei der Maßschneiderei könnten sich durch gestörte Nachschubwege verlängern, sodass eine standesgemäße Uniformierung für Truppenbesuche nicht rechtzeitig im Landratsamt ankommt.
Herr Sternberg, sie sollten sich auch und gerade als Sozialdemokrat schämen, ihren ausschweifenden Lebensstil mit Kriegsszenarien zu begründen.“