Zur Nicht-Streichung der Früh-ICE-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg erklärt der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Stephan J. Reuken:
„Ja ist denn schon Wahlkampf? Ungläubig staunt man über dieses frühzeitige Geschenk für Mecklenburgs Pendler. Ja, es ist natürlich gut, wenn die ICE-Frühverbindung bleibt. Nein, es ist ganz und gar nicht gut, dass überhaupt über die Streichung debattiert werden musste. Die Bahn erwägt eine solche Streichung nicht aus einer Bierlaune heraus, sondern aus harten ökonomischen Gedanken. Und hier muss sich die Staatskanzlei die Frage gefallen lassen, wie es nach dem September 2026 weitergehen soll, wenn wirtschaftlich am Horizont der Stillstand winkt. Mehr Pendler, mehr Nachfrage für die Bahn wird durch die Notwendigkeit des Reisens bedingt. Jobabbau und leere Geldbeutel führen zu leereren Zügen, von den Sicherheitsbedenken ganz zu schweigen.
Und während der mecklenburger Landesteil sich über das frühe Wahlgeschenk freuen darf, bleibt Vorpommern auf dem Abstellgleis. Im räumlichen Leitbild Hamburg 2045 kommt der Landesteil nicht vor. Da kann Vorpommern-Staatssekretär Miraß noch so viele Förderbescheide verschenken.
Kurzum: Schwesigs frühes Wahlgeschenk muss auch nach der Landtagswahl Bestand haben und die entsprechenden Weichen müssen dafür gestellt werden. Inwieweit das mittels Nahverkehrsticket finanzierbar bleiben soll, bleibt offen. Wo wir bei einem Vorschlag der AfD wären: Mecklenburg-Vorpommern als Sonderwirtschaftszone des Bundes, um regionale Unternehmen unter die Arme zu greifen, Fachkräfte anzulocken und der Abwanderung junger Bürger zu begegnen. So käme auch Vorpommern zum Zug. Gut, wenn die SPD von uns abschreiben würde. Schlecht, wenn es dann so lange gedauert hat.“