Zur berichteten Einigung zwischen der Warnow-Klinik Bützow und den Krankenkassen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion MV, Thomas de Jesus Fernandes:
„Die Klinik in Bützow wird als geretteter Standort verkauft. Tatsächlich verliert Mecklenburg-Vorpommern nach Crivitz aber das nächste vollwertige Krankenhaus.
Die geplante Umwandlung in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung ist kein echter Erhalt, da diese keine vollwertige Klinik mit Notfall- und Regelversorgung ersetzt. Für die Menschen vor Ort bedeutet das längere Wege, weniger Sicherheit und im Ernstfall verlorene wertvolle Zeit. Dabei entscheidet bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder schweren Unfällen jede Minute. Wer die Notfallversorgung in der Fläche ausdünnt, gefährdet Patientenleben. Es reicht eben nicht, ein Schild am Gebäude zu lassen und den Standort statistisch weiter mitzuzählen.
Ministerpräsidentin Schwesig und Ministerin Drese haben versprochen, alle 37 Krankenhausstandorte im Land zu erhalten. Wenn Crivitz und Bützow aber faktisch keine vollwertigen Krankenhäuser mehr sind, wird dieses Versprechen zur Mogelpackung. Dann bleiben schon jetzt nur noch 35 echte Krankenhausstandorte übrig – mit sinkender Tendenz.
Die AfD-Landtagsfraktion MV fordert den Erhalt aller Krankenhausstandorte als Kliniken mit wohnortnaher Notfall- und Regelversorgung. Mecklenburg-Vorpommern braucht keine Umbenennung von Klinikabbau, sondern Krankenhäuser, die im Notfall tatsächlich helfen können.“