Laut öffentlich gewordenen Plänen der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission soll schrittweise die Rente mit 70 eingeführt werden. Kurz nach Bekanntwerden dieser Vorschläge wurden diese bereits von den Vertretern der Regierungsfraktionen in der Kommission dementiert. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Enrico Schult:
„Die Rente ab 70 wäre ein Frontalangriff auf die arbeitende Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns. In einem Land mit hohem Altersdurchschnitt, niedrigen Renten und struktureller Schwäche sollen die Arbeitnehmer künftig noch länger schuften, während das System durch Kosten für unkontrollierte Zuwanderung, Grundsicherungs-Missbrauch und Bürokratie-Wahnsinn finanziell ausblutet?
Während Akademikerkommissionen in Berlin über ‚Lebensarbeitszeitmodelle‘ philosophieren, stehen Dachdecker, Pfleger, Handwerker und Schichtarbeiter längst mit kaputten Knien und verschlissenen Rücken an der Werkbank. Für sie bedeutet ‚Rente mit 70‘ nicht Modernisierung, sondern über ein halbes Jahrhundert Arbeiten bis zum körperlichen Zusammenbruch.
Die Wahrheit ist: Jahrzehntelang wurde das Rentensystem geplündert, Milliarden ins Ausland verteilt und jede Generation mit neuen Belastungen überzogen. Jetzt sollen wieder die Beitragszahler die Rechnung bezahlen.
In Mecklenburg-Vorpommern lag die Pro-Kopf-Arbeitszeit zuletzt 32 Stunden über dem Bundesdurchschnitt. Wir arbeiten also genug, aber zahlen zu viel für andere!
Das deutsche Rentenniveau liegt mit der Haltelinie von 48 Prozent weit unter dem EU-Durchschnitt von 65 bis 80 Prozent. Während unsere Rente kaputtgespart wird, bleibt Deutschland zudem mit Abstand der größte Nettozahler der EU mit über 13 Milliarden Euro netto pro Jahr. Dieses Geld fehlt uns und finanziert über Bande die Renten im EU-Ausland.
Die AfD fordert ein solides Rentenniveau von 70 Prozent mittels eines Drei-Säulen-Modells aus staatlicher Rente, betrieblicher Altersvorsorge und privater Vorsorge.“