Enrico Schult: Oldenburg macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt!

Zur heutigen Landespressekonferenz zum Start des neuen Schuljahres äußert sich der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion MV, Enrico Schult, wie folgt:

„Das war eigentlich nicht anders zu erwarten. Bildungsministerin Oldenburg hat reihenweise Zahlen zu Schülern, Lehrern und Schulen runtergerattert und im Großen und Ganzen Schönrednerei betrieben. Alles laufe super im Land und man habe seit Jahresbeginn schon 690 Lehrkräfte eingestellt. Zum zentralen Problem des ausufernden Unterrichtsausfalls und den nicht immer ausreichend qualifizierten Seiteneinsteigern wurden nur kosmetische Maßnahmen wie die digitale Landesschule präsentiert. Im letzten Jahr allein sind aber 320.000 Unterrichtsstunden ausgefallen. Hier klaffen Welten zwischen Ankündigung und Wirklichkeit. Auch zur höchsten Abi-Durchfallquote bundesweit, schwindendem MINT-Unterricht, politischem Aktivismus und steigender Gewalt an den Schulen kein Wort. Das ist Realitätsverweigerung.

Der Lehrermangel ist weitgehend hausgemacht. Jahrelang hat man das Abitur und das Gymnasium in den höchsten Tönen gelobt und als das zu erreichende Bildungsziel propagiert. Jetzt wollen natürlich die meisten neuen Lehrer ans Gymnasium und kaum welche auf die Regionalschule. Kein Wunder, dort herrschen häufig schwierige Lernbedingungen. Dabei sind alle Schulformen wichtig für die Bildungslandschaft in MV, insbesondere auch die Förderschulen, die für Schüler mit Einschränkungen die besten Lernbedingungen bieten. Wir wollen diese deshalb dauerhaft als festen Bestandteil des mehrgliedrigen Schulsystems erhalten.

Wir fordern zur Bekämpfung des Lehrermangels die Gründung einer eigenen pädagogischen Hochschule, an der die Lehrer von morgen in ausreichender Zahl und mit hochwertiger Qualifikation ausgebildet werden. Die Ausbildung soll vergütet werden und mit einer sicheren Übernahmeperspektive verbunden sein. So wird der Lehrerberuf wieder attraktiv. Zudem werden wir als Sofortmaßnahme die 400 Lehrer, die aktuell in der Ministerialbürokratie gebunden sind, wieder an die Schulen schicken. Lehrer gehören in Klassenräume und nicht hinter Verwaltungsschreibtische!

Es braucht eine sofortige Wende in der Bildungspolitik, sonst rutscht Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich weiter ab. Wir als AfD-Landtagsfraktion MV haben dazu in den letzten Jahren als konstruktive Opposition im Landtag umfassende Vorschläge unterbreitet. Jetzt ist Zeit, zügig zu handeln und die heißen Eisen anzupacken. Leere Versprechungen helfen niemandem!“

AfD-Fraktion MV

Unsere Verantwortung sind die Bürger! Gemeinsam werden wir stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Für unser Land und unsere Kinder!

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