Zum gestern veröffentlichten Nationalen Bildungsbericht erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Enrico Schult:
„Die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichtes sind weitgehend ernüchternd. Die Kernkompetenzen Lesen und Mathematik sind bei den Schülern deutlich gesunken. Da macht auch Mecklenburg-Vorpommern keine Ausnahme. Die Abhängigkeit des Bildungserfolges vom sozialen Status der Eltern bleibt hoch und die Herausforderungen der Migration spiegeln sich in den unteren Klassen in starken Defiziten bei der deutschen Sprache. Das bestätigt unsere seit Langem vorgetragene Forderung nach der Einführung von Vorschaltklassen, in denen die sprachlichen Grundlagen für diejenigen Kinder gelegt werden, die über diese nicht oder nicht ausreichend verfügen.
Speziell auf Mecklenburg-Vorpommern heruntergebrochen ergeben sich aus dem Bericht ein paar Besonderheiten: Wir haben mit die schlechtesten Krippen- und Kita-Betreuungsschlüssel bundesweit. Hier fordern wir im Einklang mit Bildungsträgern und Gewerkschaft die zügige Senkung und haben das bei Volksinitiative, Volksbegehren und zuletzt beim Zukunftsplan Kita deutlich gemacht. Der Anteil der Schüler in der Jahrgangsstufe 9 im Fach Mathematik in Mecklenburg-Vorpommern, die mindestens den Mittleren Schulabschluss anstreben und den Mindeststandard verfehlen, ist im Vergleich zum vorherigen Erhebungsdatum signifikant gestiegen. Das bekräftigt unsere jahrelangen Forderungen nach der Stärkung der schulischen Kernkompetenzen, der MINT-Fächer und der ökonomischen Bildung. Positiv zu vermerken ist, dass Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Prozent die größte Steigerung aller Bundesländer an Schulstandorten in freier Trägerschaft aufweist. Dies ist ausdrücklich zu begrüßen, ist es doch ein Zeichen einer vielfältigen Schullandschaft.
Zum anderen ergeben sich spezifische Herausforderungen durch den im Bundesländervergleich vergleichsweise stark ausgeprägten demografischen Wandel und Rückgang der Kinderzahlen. Hier muss die demographische Rendite konsequent genutzt werden, um die Betreuungssituation in den Krippen, Kitas und Horten zu verbessern. Auch ist das Kita-Personal tendenziell sehr alt, was in den kommenden Jahren zu einer massiven Pensionierungswelle führen wird. Hier muss das Land deutlich gegensteuern und die Rahmenbedingungen für junge Mitarbeiter verbessern, sodass es wieder attraktiver wird, in den Kitas zu arbeiten.
Frau Oldenburg, die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichtes liegen auf dem Tisch. Die Warnungen sind mehr als deutlich. Es braucht jetzt stringente Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuungssituation in den Kitas und der Lehrsituation an den Schulen. Der Unterricht muss endlich abgesichert werden. 350.000 Unterrichtsstunden sind allein im letzten Schuljahr ausgefallen. Das können wir uns schlicht nicht leisten! Daneben braucht es eine konsequente Stärkung der schulischen Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen! Das ist essenzielle Grundlage für schulischen und beruflichen Erfolg. All das fordert die AfD schon seit Jahren!“