Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Enrico Schult, erklärt zur Ankündigung der Landesregierung, landesweit ab dem Schuljahr 2026/2027 das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ einzuführen:
„Da hat das Land mal wieder eine klassische Symbolpolitiksnebelkerze gezündet: Ab dem Schuljahr 2026/2027 soll landesweit an den Grundschulen das Unterrichtsangebot ‚Lebenspraxis‘ eingeführt werden. Gegenwärtig läuft das Modellprojekt an sechs Grund- beziehungsweise Regionalen Schulen und sei erfolgreich. Gelehrt werden Dinge des Alltags wie gesunde Ernährung oder der Umgang mit Emotionen. Das ist alles sehr löblich, aber entbehrlich.
Die Landesregierung brüstet sich hier mit Selbstverständlichkeiten, die sie in ‚innovative‘ Modellprojekte verpackt. In erster Linie sind die Eltern in der Verantwortung, ihre Kinder auf den Alltag vorzubereiten. Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen und Vorbilder für ihre Kinder. Man darf nicht das gesamte Leben in die Hände der Schulen legen, als Vater und Mutter wünscht man sich doch, dass man als Ratgeber in allen Lebenslagen für die eigenen Kinder da ist. Warum die Zähne wackeln, muss am Abendbrottisch besprochen werden, nicht abstrakt im Schulunterricht.
Es wird deutlich, dass die Landesregierung dringend Erfolgsmeldungen benötigt, um von den vollmundig versprochenen, aber nicht erreichten Bildungszielen abzulenken. Mecklenburg-Vorpommern verharrt bei den zentralen schulischen Kompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen im Bundesländervergleich im unteren Mittelfeld und weist die höchste Schulabbrecherquote auf. Zahlen lügen nicht, das Land hat große bildungspolitische Baustellen, mit diesen vermeintlichen Jubelmeldungen wird man sie indes nicht beheben können.“