Zur Streichung der ICE-Direktverbindung Stralsund–München erklärt der verkehrspolitische Sprecher, Stephan J. Reuken:
„Mit der Streichung des ICE 1711 wird Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres Stück vom Fernverkehr abgeschnitten. Für Reisende bedeutet das: mehr Umstiege, weniger Komfort und zusätzliche Belastungen für Urlauber, Familien und Studenten. Schon beim Schienenersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin erleben die Pendler täglich ein Armutszeugnis: Statt pünktlicher und sicherer Züge werden die Menschen in Busse gedrängt, die auf der Autobahn erhebliche Risiken bergen. Wenn nun auch noch eine der wichtigsten Direktverbindungen in den Süden wegfällt, zeigt das, dass Bahn und Landesregierung die Verantwortung für die Fahrgäste völlig preisgeben.
Die Bahn versucht, die Streichung als bloße Folge der Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin darzustellen. Doch für den Nordosten ist es der nächste Schritt in Richtung Abkopplung. Wer ernsthaft gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Ost und West will, kann nicht zulassen, dass unsere Region dauerhaft schlechter angebunden wird. Minister Dr. Blank muss jetzt Sonderschichten schieben, wenn er seiner Zuständigkeit für Infrastruktur und Wirtschaft gerecht werden will.
Die AfD-Fraktion fordert: Mecklenburg-Vorpommern braucht direkte Fernverbindungen, die verlässlich bleiben – auch während Bauarbeiten. Es darf nicht sein, dass Berlin seine Sanierung auf dem Rücken der Reisenden aus dem Nordosten austrägt , die Nord-Süd-Verbindung vorerst beerdigt und die Landesregierung tatenlos zusieht.“