In der vergangenen Plenarwoche hat die AfD-Fraktion einen Antrag zur Verbesserung der Apothekenversorgung im ländlichen Raum eingebracht. Der Antrag fordert die Landesregierung dazu auf, die strukturellen Besonderheiten Mecklenburg-Vorpommerns, d.h. weite Entfernungen, geringe Apothekendichte und eine überalterte Bevölkerung, im Bundesreformprozess aktiv einzubringen und auf Lösungen zu beharren. Zudem fordert die AfD eine transparente Darstellung, wie und wann die zentralen Reformschritte in Mecklenburg-Vorpommern konkret umgesetzt werden sollen. Darunter ein belastbarer Zeitplan, eine Finanzierungsübersicht und klare Konsequenzen für die betroffene Regionen. Damit verbunden ist die Forderung nach einem Versorgungsmonitoring, das Apothekendichte, Entfernungen, Notdienstabdeckung und Versorgungsdefizite systematisch erfasst und öffentlich dokumentiert. Heute tagt der Apothekengipfel 2025, der sich mit genau diesen Herausforderungen beschäftigt. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:
„Der Bund spricht von Modernisierung, doch der ländliche Raum steuert auf einen Versorgungsnotstand zu. Mecklenburg-Vorpommern als Flächenland mit geringer Bevölkerungsdichte braucht eine besondere Strategie – und Gesundheitsministerin Drese legt willfährig die Hände in den Schoß und lässt Berlin gewähren. Das ist verantwortungslos und zeigt erneut, dass diese Landesregierung weder den Überblick noch den Mut besitzt, die Interessen unseres Landes durchzusetzen.
Die Apothekerschaft kämpft insbesondere auf dem Land ums Überleben. Seit 2003 wurde das Fixhonorar kein einziges Mal substanziell angepasst, obwohl Personal-, Energie- und Mietkosten massiv gestiegen sind. Selbst die lang zugesagte Erhöhung auf 9,50 Euro wird nun nicht umgesetzt. Gleichzeitig plant der Bund, Apotheken zeitweise ohne approbierte Leitung zu betreiben. Das ist nichts anderes als eine Abwertung des Berufsstands, eine Gefährdung der Patientensicherheit und eine Einladung an Großkonzerne, den Markt zu übernehmen. Die CDU-geführte Bundesregierung verkauft das als Fortschritt, in Wahrheit ist es ein Qualitätsabbau mit Ansage.
Wir brauchen eine Erhöhung des Apothekenhonorars um mindestens den Faktor 1,25, einen Packungszuschlag von 12 Euro, eine faire Notdienstvergütung und eine Lieferengpasspauschale, die den Aufwand tatsächlich abbildet. Und wir brauchen ein Ende der Liberalisierung, die am Ende dazu führt, dass am Ende Drogeriemärkte Impfungen anbieten und Apotheken ohne Apotheker geführt werden. Das lehnt die AfD entschieden ab. Die Apotheke vor Ort braucht Stabilität, Fachpersonal, klare Verantwortlichkeit.“