Im Rahmen des morgigen Welttags des Tourismus und anknüpfend an das Gespräch der AfD-Fraktion mit dem Verband Mecklenburgische Ostseebäder e.V. am vergangenen Mittwoch erklärt der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Paul Timm:
„Der Tourismus ist für Mecklenburg-Vorpommern kein schmückendes Beiwerk, sondern eine tragende Säule unserer Wirtschaft und unserer Lebensqualität. Rund neun Millionen Übernachtungen jährlich sichern Arbeitsplätze, Kaufkraft und die Attraktivität unserer Regionen – und zwar weit über die Küste hinaus. Wer von echter Standortpolitik spricht, muss die Belange des Tourismus mit an erste Stelle setzen.
Die Rückmeldungen aus dem Gespräch mit dem Bäderverband sind eindeutig: Das Fördersystem krankt an Nachhaltigkeit, Projekte laufen nach wenigen Jahren aus, während die Strukturen immer unübersichtlicher werden. Der Tourismusverband MV ist zu einem trägen Apparat geworden, geprägt von Parteipolitik und Selbstbedienung, während die ehrenamtlich getragenen Regionalverbände die Arbeit vor Ort stemmen. Hier braucht es klare Aufsichtsstrukturen, weniger Personalaufblähung und mehr Investitionen in Präsenz und Vermarktung – etwa durch Messen in Süddeutschland oder im Ausland.
Wir brauchen eine Tourismuspolitik, die die Sicht der Gäste ernst nimmt: pragmatisch, qualitätsorientiert, bürgernah. Konkret heißt das bessere Bahnverbindungen, funktionierendes WLAN im Zug, der Ausbau von Radwegen, die Erhaltung der Küstenfischerei als Teil des regionalen Flairs und eine Vermarktung auch des Binnenlands mit seinen Gutshäusern, Schlössern und Traditionen. Kommunen müssen bei Fremdenverkehrsabgaben selbstständig entscheiden können, statt doppelt zur Kasse gebeten zu werden.
Wenn Schleswig-Holstein es schafft, durch pragmatische Investitionen neue Zielgruppen zu erschließen, darf Mecklenburg-Vorpommern nicht weiter zurückfallen. Die Bürger erwarten zu Recht, dass der Tourismus nicht nur als Kulisse im Koalitionspapier dient, sondern als das anerkannt wird, was er ist: eine der wichtigsten Lebensadern unseres Landes.“