Teilen Mecklenburg-Vorpommerns drohen langfristig massive Engpässe im Stromnetz. Der Grund liegt vor allem im immer noch politisch forcierten Ausbau der Windenergie, mit dem der dadurch notwendige und teure Netzausbau nicht Schritt halten kann. Die Bundesregierung plant nun, Entschädigungen für neue Wind- und Solaranlagen in Netzengpassgebieten zu streichen, wenn diese wegen überlasteter Netze abgeschaltet werden müssen. Dazu erklärt die energiepolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Petra Federau:
„Die Energiewende scheitert an der Realität, die Zeche dafür zahlen alle Stromabnehmer, Bürger wie Unternehmen. Mecklenburg-Vorpommern erlebt die Folgen dieser verfehlten Energiepolitik. Immer mehr Windräder werden in unsere Landschaft gestellt, obwohl die vorhandenen Netze den Strom schon heute zeitweise nicht aufnehmen oder abtransportieren können.
Das ist der energiepolitische Irrsinn: Wir bezahlen für den Bau der Windräder, für den Ausbau der Stromnetze und teilweise sogar dafür, dass die Anlagen keinen Strom einspeisen. Der massive Ausbau der Windenergie im Norden ist ein wesentlicher Treiber des teuren Netzausbaus. Hinzu kommen kostspielige Eingriffe zur Stabilisierung der Netze und Entschädigungen für Anlagen, die trotz möglicher Stromerzeugung abgeschaltet werden müssen.
Und trotz dieser enormen Kosten und dem Ausbau von Wind- und Solaranlagen bleibt das grundlegende Problem ungelöst. Wind und Sonne liefern Strom nur dann, wenn das Wetter es zulässt. Bei starkem Wind entstehen zeitweise Stromüberschüsse und Netzengpässe, bei Flaute und Dunkelheit fehlt dagegen die gesicherte Erzeugungsleistung.
Wir haben vor dieser Entwicklung immer wieder gewarnt. Die angehenden Koalitionäre in Schwerin müssen begreifen, dass sich physikalische Gesetze nicht durch politische Wunschvorstellungen außer Kraft setzen lassen. Wir brauchen keine immer neuen Ausbauziele für Windräder, sondern eine grundlegende Kurskorrektur. Versorgungssicherheit, Netzstabilität und bezahlbare Energie müssen wieder Vorrang haben. Deshalb setzen wir auf Technologieoffenheit und einen vernünftigen Energiemix, der wieder eine sichere und preiswerte Energieversorgung ermöglicht.“