Zur heute von der Landesregierung veröffentlichten „Strategie für mehr Bildungsgerechtigkeit“ äußert sich der bildungspolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der AfD-Landtagsfraktion MV, Enrico Schult, wie folgt:
„Mit einem durchschaubaren Selbstlob-Manöver versucht das Bildungsministerium die gerade erst im gestern veröffentlichten Nationalen Bildungsbericht offen gelegten Schwächen des Bildungssystems in MV zu kaschieren. Da ist vom Brückenbau ‚von der Kita bis zur Berufsausbildung‘ oder von der ständig wiederholten beitragsfreien Kita als ‚entscheidende Grundlage für echte Bildungsgerechtigkeit‘ die Rede. Das ist vor dem Hintergrund der Realität im Land nichts anderes als Augenwischerei.
Denn die harten Fakten sprechen eine andere Sprache: Es besteht struktureller, massiver Unterrichtsausfall im Land – allein im letzten Schuljahr 350.000 Unterrichtsstunden –, MV hat die höchste Schulabbrecherquote bundesweit – 18,6% verlassen die Berufsschule ohne Abschluss – und der Großteil der Ausbildungsbetriebe beklagt fehlende Ausbildungsreife der Absolventen. Diese Zahlen lügen nicht und die Liste könnte beliebig weitergeführt werden. Aber das Bildungsministerium redet sich die Welt à la Pippi Langstrumpf schön.
Das Land verweist einfach auf eine ‚Strategie für mehr Bildungsgerechtigkeit‘ vom Januar dieses Jahres und in der zugehörigen PM werden reihenweise ‚Rekorde‘ und Errungenschaften der Landesregierung aufgelistet. Das ist unprofessionell und eines ministerialen Auftretens nicht würdig. Anstatt immer nur Selbstlob und ständig neue Programme, Strategien, Initiativen & Co. zu produzieren, wäre die Landesregierung gut beraten, endlich mehr fachgerecht erteilten Unterricht mit gut ausgebildeten Lehrerpersönlichkeiten sicherzustellen und sich den wirklichen Problemen in der Bildungspolitik zu stellen. Weniger ankündigen und mehr umsetzen, auf die Praxis hören und die Ärmel hochkrempeln! Uns von der AfD braucht man das nicht zu erklären.“