Zu den Ergebnissen der jüngsten UNICEF-Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern in 37 Industrienationen erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Enrico Schult:
„Deutschland hat es nur auf den miserablen 25. Platz von insgesamt 37 bewerteten Ländern geschafft und liegt damit wie im Vorjahr im unteren Mittelfeld. Besonders dramatisch ist die Lage im Bereich Bildung: 40 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland erreichen nicht die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik, auch in Mecklenburg-Vorpommern beklagen 80 Prozent der Ausbildungsbetriebe, dass die schulischen Leistungen der Abgänger oftmals unzureichend sind. Das ist für eine weit entwickelte Volkswirtschaft ein bildungspolitisches Totalversagen. Zudem stagniert die Kinderarmutsquote seit Jahren auf einem hohen Niveau von 15 Prozent. Das hat fatale Auswirkungen, denn unter Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen, in bessergestellten Familien dagegen 90 Prozent.
Die Ergebnisse der Studie untermauern einmal mehr unsere seit Jahren vorgetragenen parlamentarischen Initiativen nach der Stärkung der basalen Fähigkeiten. Dies ist Grundvoraussetzung für beruflichen und privaten Erfolg sowie ein selbstbestimmtes Leben. Auch die Kritik der Ausbildungsbetriebe bestätigt unsere Position. Hier muss konsequent gegengesteuert werden mit Orientierung an Werten wie Leistung, Disziplin, Qualität, aber vor allem muss die Landesregierung die Unterrichtsabsicherung endlich wieder sicherstellen.
Die Bildungspolitik ist für die Bürger des Landes laut aktuellen Umfragen die wichtigste Aufgabe der Landespolitik. Die Landesregierung hatte fünf ganze Jahre lang Zeit, strukturelle Maßnahmen zur Stärkung der Bildung im Land auf den Weg zu bringen. Stattdessen verharrt Mecklenburg-Vorpommern laut INSM-Bildungsmonitor und IQB-Bildungstrend im Bundesländervergleich hartnäckig im unteren Mittelfeld und verzeichnet weiterhin die höchste Anzahl an Schulabbrechern bundesweit. Echte Strukturreformen sind unerlässlich. Die Stundenpläne müssen ideologisch entrümpelt werden und das Leistungsprinzip muss wieder in den Mittelpunkt der Bildungspolitik gerückt werden.“