Zu der Ende April öffentlich bekannt gemachten Anklage in den USA gegen einen ehemaligen Berater des National Institute of Allergy and Infectious Diseases im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und neusten Erkenntnissen zu Post-Vac, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:
„Der Fall in den USA zeigt: Transparenz ist keine Option, sondern Voraussetzung für demokratische Legitimation und genau daran muss sich auch die deutsche Pandemiepolitik messen lassen. Wenn Transparenz offenbar genau dann endet, wenn sie politisch unbequem wird, wäre das die logische Konsequenz einer Politik der Informationskontrolle. Denn wenn relevante Informationen zurückgehalten und wissenschaftliche Debatten politisch eingegrenzt werden, stellt sich zwangsläufig die Frage, auf welcher Grundlage tiefgreifende Entscheidungen tatsächlich getroffen wurden. Auf ergebnisoffener Wissenschaft oder auf politisch erwünschten Narrativen?
Wer jetzt glaubt, das sei ein rein amerikanisches Problem, dürfte sich täuschen. Auch in Deutschland wurde Transparenz während der Pandemie eher als störendes Element denn als demokratische Pflicht behandelt. Auch beim Umgang mit möglichen Impfnebenwirkungen und Langzeitfolgen nach COVID-19-Impfungen zeigt sich dieser politische rote Faden. Während Long COVID mittlerweile breit anerkannt ist, wurden sogenannte „Post-Vac“- oder „Long-Vax“-Symptomen über Jahre allzu oft relativiert, bagatellisiert oder schlicht aus der öffentlichen Debatte gedrängt. Dabei berichten internationale Einrichtungen mittlerweile über mehr als 1.000 behandelte Fälle innerhalb von zwei Jahren, bei denen rund 70 Prozent der Betroffenen angaben, ihre Symptome seien kurz nach der COVID-Impfung aufgetreten, nicht nach einer Infektion.
Gerade deshalb braucht es endlich eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung, auch in Deutschland. Wir fordern weiterhin einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik. Betroffene möglicher Impfschäden dürfen nicht länger ignoriert werden, wissenschaftliche Fragestellungen dürfen nicht politisch gefiltert und staatliches Handeln nicht dem öffentlichen Zugriff entzogen werden. Denn Vertrauen entsteht nicht durch Zensur, Ausgrenzung und Beschwichtigung, sondern durch Transparenz und die Bereitschaft, Fehler auch tatsächlich aufzuarbeiten. Genau daran fehlt es hierzulande bis heute.“