Vom Wartezimmer auf den Sportplatz? Das neue Rezept der Landesregierung

Heute stellte das Gesundheitsministerium das neue „Rezept für Bewegung“ vor. Dieses ist keine reguläre Kassenleistung, sondern eine freiwillige ärztliche Empfehlung. Ärzte stellen es auf eigene Initiative aus, ohne dafür eine Vergütung durch die gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten. Zudem handelt es sich nicht um ein klassisches Rezept, sondern eher um ein „grünes Rezept“ mit empfehlendem Charakter. Die entstehenden Kosten tragen die Patienten selbst. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD, Thomas de Jesus Fernandes:

„Die große rot-rote gesundheitspolitische Antwort auf durchschnittlich mehr als zehn Stunden täglichem Sitzen ist ein ‚Rezept für Bewegung‘. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein Land, das es nicht schafft, strukturelle Gesundheitsprobleme ernsthaft anzugehen, verteilt jetzt über freiwillige ärztliche Leistung symbolische Zettel, auf denen steht, dass man sich doch bitte mehr bewegen möge. Revolutionär!

Stefanie Drese erklärt das dann erwartungsgemäß zur innovativen Präventionsstrategie, als hätte es bislang schlicht an der Erkenntnis gefehlt, dass Bewegung gesund ist. Offenbar brauchte es erst ein Formular, um diese medizinische Sensation ans Licht zu bringen.

Und während Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern die Brücke ins Vereinsleben beschwört, um dieses weiter beleben zu können, bleibt die eigentliche Pointe bestehen: Wer krank wird, soll künftig nicht nur selbst Verantwortung tragen, sondern gleich auch noch die Lösung finanzieren – Mitgliedsbeiträge inklusive. Prävention à la carte, aber bitte auf eigene Rechnung.

Am Ende ist das Ganze weniger ein Gesundheitsprojekt als ein Paradebeispiel politischer Selbstberuhigung: Man tut etwas, ohne wirklich etwas zu verändern und verkauft den gut gemeinten Hinweis, sich zu bewegen, als strukturellen Fortschritt. Ein Rezept, das vor allem eines heilt: den politischen Handlungsdruck.

Wer Prävention ernst meint, braucht keine Symbolpolitik, sondern strukturelle Konsequenz: verbindliche Gesundheitsbildung von der Schule an, konsequente Stärkung des Breitensports statt Projektitis, echte Anreize für Vorsorge statt zusätzlicher Eigenbelastung und eine Gesundheitspolitik, die Ursachen bekämpft. Genau hier setzt unser Anspruch an. Prävention ganzheitlich denken, Eigenverantwortung stärken, aber staatliche Fehlanreize abbauen und die gesundheitliche Versorgung wieder konsequent am Bedarf der Bevölkerung auszurichten anstatt Modellprojekten ohne nachhaltige Wirkung zu verordnen.“

AfD-Fraktion MV

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