Zu den aktuellen Zahlen zu Gewaltopfern und den Kapazitäten in den Frauenhäusern erklärt die familienpolitische Sprecherin der AfD, Petra Federau:
„Frauenhäuser sind eine der letzten Schutzlinien für Frauen und Kinder, die vor Gewalt fliehen. Doch gerade in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich immer deutlicher, dass dieses Schutzsystem an seine Grenzen stößt.
Im Land existieren derzeit lediglich rund zehn Frauenhäuser, viele davon mit nur 12 bis 29 Plätzen. Gleichzeitig wurden allein 2024 rund 189 Frauen und 197 Kinder neu aufgenommen. Angesichts von über 5.200 registrierten Opfern häuslicher Gewalt im Land, etwa 70 Prozent davon Frauen. Hier wird schnell deutlich, wie begrenzt die tatsächlichen Kapazitäten sind.
Die Lage spitzt sich weiter zu. Laut Auswertung neuer Zahlen hatten rund 40 Prozent der Frauenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern im zweiten Halbjahr 2025 an keinem einzigen Tag einen freien Platz. Für betroffene Frauen bedeutet das im Ernstfall: Sie finden keinen Schutz in ihrer Nähe, müssen teilweise hunderte Kilometer entfernt nach einem Platz suchen oder warten, bis irgendwo ein Bett frei wird.
Gleichzeitig steigen die Gewaltzahlen insgesamt. Laut Bundeskriminalamt wurden 2024 rund 260.000 Frauen Opfer von Straftaten, ein Anstieg von etwa 20 Prozent seit 2020. Die tatsächliche Zahl dürfte noch deutlich höher liegen, weil viele Fälle aus Angst oder Abhängigkeit gar nicht angezeigt werden.
Hinzu kommt eine Entwicklung, die in der öffentlichen Debatte häufig ausgeblendet wird. Bundesweite Statistiken zeigen, dass rund 69 Prozent der Frauen in deutschen Frauenhäusern nicht in Deutschland geboren sind. Damit stellen Frauen mit Migrationserfahrung inzwischen deutlich mehr als zwei Drittel der Bewohnerinnen.
Diese massive Überrepräsentation zeigt, dass Gewaltprobleme, die in Frauenhäusern sichtbar werden, zu einem erheblichen Teil auch mit Zuwanderung und dessen sozialen Konflikten zusammenhängen. Wenn in Frauenhäusern zwei Drittel der Bewohnerinnen aus dem Ausland stammen, dann handelt es sich offensichtlich nicht nur um ein allgemeines gesellschaftliches Problem, sondern auch um ein importiertes Problem, das durch eine ungesteuerte Migrationspolitik weiter verschärft wird.
Wir stehen vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits müssen Frauen und Kinder effektiv geschützt werden. Dazu braucht es ausreichend Plätze, funktionierende Hilfsstrukturen und schnelle Unterstützung. Andererseits darf man die Ursachen nicht ausblenden. Wer Gewalt gegen Frauen wirksam bekämpfen will, muss auch die sozialen und migrationspolitischen Rahmenbedingungen ehrlich benennen und politisch adressieren. Nur dann kann verhindert werden, dass Frauenhäuser dauerhaft zum Notventil einer verfehlten Politik werden.“