Zur aktuellen Entwicklung im Insolvenzverfahren der Bäckerei und Konditorei Richard Deuse GmbH erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Michael Meister:
„Die Insolvenz der Bäckerei Deuse ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom für die schlechte Lage des Mittelstandes in Mecklenburg-Vorpommern. Wenn ein seit 1967 bestehender Familienbetrieb mit Filialen in sechs Orten aufgeben muss und die Insolvenzverwalterin bereits zum zweiten Mal eine Masseunzulänglichkeit anzeigt, dann bedeutet das: Hier gibt es für Gläubiger, ehemalige Beschäftigte und die gesamte Region wenig zu retten.
Die Ursachen liegen auf der Hand: Seit Beginn des Ukrainekriegs sind Rohstoff- und Energiekosten massiv gestiegen. Bäckereien gehören zu den energieintensivsten Handwerksbetrieben überhaupt. Doch statt gezielter Entlastungen für das Handwerk und den Mittelstand hat die Landes- wie Bundespolitik zugesehen, wie ein Betrieb nach dem anderen aufgibt.
Mit der Bäckerei Deuse gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, es verschwindet ein Gutteil Nahversorgung und Lebensqualität in Friedland, Anklam, Ducherow, Torgelow, Löcknitz und Brüssow – sowie Tradition im Bäckerhandwerk! Gerade im ländlichen Raum Vorpommerns, wo die Wege ohnehin lang sind, wiegt ein solcher Verlust besonders schwer. Dass über 400 Bürger eine Petition zur Rettung unterzeichnet haben, zeigt die tiefe Verbundenheit der Bevölkerung mit diesem Traditionsbetrieb.
Darum sagen wir als AfD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern: Es braucht eine spürbare Senkung der Energiekosten für Handwerksbetriebe, Bürokratierückbau für kleine und mittlere Unternehmen, ein Programm zur Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum und den gemeinsamen Willen zum Erhalt von Traditionsbetrieben – auch und gerade in strukturschwachen Regionen.
Der Fall der Bäckerei Deuse muss ein Weckruf sein! Wenn wir nicht mithilfe landespolitischer Instrumente umsteuern, wird der ländliche Raum in Mecklenburg-Vorpommern ausbluten.“