Eine aktuelle Umfrage des Arbeitgeberverbands Nordmetall, der Nordakademie und des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) zeigt eine deutliche Leistungsbereitschaft der Generation Z. Zwei Drittel der befragten Abiturienten streben eine Vollzeitbeschäftigung an, rund 80 Prozent sind zu Überstunden bereit, und fast jeder Zweite kann sich eine Führungsaufgabe vorstellen. Gleichzeitig offenbart die Studie erhebliche strukturelle Defizite: Jugendliche unterschätzen die Einkommen in industriellen Berufen teils um mehr als 1.000 Euro monatlich, technische und handwerkliche Tätigkeiten verlieren an Attraktivität, MINT-Fächer spielen im Schulalltag nur noch eine untergeordnete Rolle. Diese Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der Mecklenburg-Vorpommern mit hohen Schul- und Ausbildungsabbruchsquoten, massiven Unterrichtsausfällen und einer anhaltenden politischen Fixierung auf Fachkräfteeinwanderung konfrontiert ist. Aus Sicht der AfD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern bestätigt die Umfrage damit, dass der viel beschworene Fachkräftemangel nicht auf mangelnde Arbeitsbereitschaft der Jugend zurückzuführen ist, sondern auf politische Fehlsteuerung, ideologisch geprägte Bildungspolitik und eine systematische Vernachlässigung inländischer Potenziale. Dazu erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Michael Meister:
„Diese Umfrage widerlegt endgültig das Narrativ von der angeblich arbeitsscheuen Jugend. Unsere jungen Menschen sind leistungsbereit, ehrgeizig und optimistisch. Sie werden jedoch von einem Bildungssystem und einer Sozial- und Steuerpolitik ausgebremst, die sie schlecht vorbereiten, falsch informieren und zu selten mit der realen Arbeitswelt in Berührung bringen. Das schürt Frust, der sich dann Bahn bricht. Denn wozu arbeiten, wenn es sich nicht lohnt und Vater Staat gut zahlt?
Landes- und Bundespolitik beantworten seit Jahren den Fachkräftebedarf primär mit Einwanderung, statt strukturelle Probleme im eigenen System zu lösen. Rot-Rot lenkt Millionenbeträge in Einwanderungs- und Integrationsprojekte. Doch bleiben Unterrichtsausfall, Ausbildungsabbrüche und fehlende Berufsorientierung ungelöst. Frau Oldenburg ist wie die SPD-Minister vor ihr als Bildungsministerin gescheitert. Mit loser Migrationspolitik lässt sich dieses systemische Versagen aber nicht kaschieren. Ein großer Teil der Zuwanderer findet keinen nachhaltigen Zugang zum Arbeitsmarkt, sondern besetzt, wenn überhaupt, den Niedriglohnsektor, wodurch sie dauerhaft – insbesondere im Alter – auf staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen bleiben werden. Hier ist schon heute ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden absehbar.
Qualifizierte Zuwanderer sind herzlich willkommen und werden auch gebraucht, nicht aber sozial schwache Hilfsarbeiter. Gleichzeitig bleiben motivierte einheimische Jugendliche ohne ausreichende Förderung und werden die sozialen Lasten schultern müssen. Das ist sozial ungerecht und wirtschaftlich kurzsichtig.
Aus unserer Sicht liegt die eigentliche Aufgabe des Landes darin, junge Menschen frühzeitig für technische und industrielle Berufe zu begeistern, Praxisnähe in Schulen und Ausbildung zu stärken und bürokratische Hürden für Ausbildung und Berufseinstieg abzubauen. Fördermittel für Welcome-Center und Einwanderungskampagnen sollten gestrichen und stattdessen in die Förderung und Aktivierung inländischer Jugend umgelenkt werden. Denkbar sind hier Prämien für einheimische Jugendliche in Ausbildungsberufen, einschließlich steuerlicher Entlastungen.“