Zu den heutigen Bauerprotesten gegen die aktuelle Fassung des Mercosur-Abkommens mit Südamerika und der veröffentlichten Absichtserklärung zwischen Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) und dem Land schafft Verbindung Mecklenburg-Vorpommern e.V., sich im Sinne der Landwirte für eine Änderung des Mercosur-Abkommens einzusetzen, erklärt der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jens Schulze-Wiehenbrauk:
„Schön, wenn sich der zuständige Minister per unverbindlicher Absichtserklärung an seinen Amtseid erinnern lässt. Sie ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Als Anwalt der Landwirte vertritt er zielsicher nicht die Interessen der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, sondern die Brüssels. Während ihm die Tragweite des Mercosur-Abkommens für die heimische Landwirtschaft bewusst sein dürfte, hat er den Widerstand innerhalb der Bevölkerung unterschätzt. Zurecht gehen die Landwirte auf die Straße und können sich des Rückhalts durch die AfD-Fraktion sicher sein. Die Forderungen liegen klar auf der Hand: Faire und kostendeckende Erzeugerpreise sowie die Abwehr von ausländischem Importdruck.
Das Mercosur-Abkommen wird in seiner jetzigen Fassung zu einem Preiskampf zwischen heimischen und importierten Agrarprodukten führen. Angesichts der EU-Bürokratie und überzogenen Umweltauflagen müssen heimische Betriebe zwangsläufig höhere Preise ansetzen, um kostendeckend wirtschaften zu können. Der Endverbraucher kann sich dann etwa zwischen günstigerem Rindfleisch aus Argentinien oder teurerem aus hiesiger Produktion entscheiden – mit Blick auf allgemein gestiegene Lebenserhaltungskosten fällt die Entscheidung leicht. Für die Landwirtschaftsbetriebe hier vor Ort ist diese Politik schlichtweg ruinös.“