21. Branchentreffen der Gesundheitswirtschaft: Zwischen Resilienz-Rhetorik und politischer Wirkungsverweigerung

Zum 21. Branchentreffen der Gesundheitswirtschaft erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD, Thomas de Jesus Fernandes:

„Was im Bund auf den Kanzler und seine Minister zutrifft, scheint auch auf Landesebene für die Ministerpräsidentin und ihr Kabinett zu gelten: Die Erkenntnis, dass Gesundheit kein Kostenfaktor, sondern Teil eines wirtschaftlichen Kreislaufs aus Gesundheit, Produktivität und Wohlstand ist, wirkt ebenso überfordernd wie die Einhaltung der eigenen Ziele aus dem Koalitionsvertrag.

Die Experten haben unmissverständlich benannt, was notwendig wäre: kluge Investitionen in Gesundheit, Prävention und Innovation. Es fehlen weder Studien noch Empfehlungen, weder Analysen noch Handlungsvorschläge. Das eigentliche Problem besteht vielmehr darin, dass die politisch Verantwortlichen seit Jahren eindrucksvoll demonstrieren, mit welcher Beharrlichkeit und Konsequenz sich vorhandenes Wissen ignorieren lässt.

Es hat sich gezeigt, dass der Zusammenhang denkbar simpel ist: Gesunde Menschen arbeiten, schaffen Wertschöpfung und Wohlstand. Wohlstand schafft Spielräume für Investitionen in Prävention und Versorgung. Ein Kreislauf, den die Fachwelt seit Jahren beschreibt und den die Politik offenbar noch immer mit großem Interesse studiert.

Bemerkenswert war auch der Ruf nach mehr Selbstverantwortung aus den Reihen jener politischen Kräfte, die Mecklenburg-Vorpommern seit 28 Jahren maßgeblich regieren. Das ist ungefähr so glaubwürdig wie eine Brandschutzbelehrung durch einen Brandstifter.

Nicht weniger auffällig ist die Karriere des Begriffs ‚Resilienz‘. Kaum ein politischer Beitrag kam heute ohne ihn aus. Leider steigt die Häufigkeit seiner Verwendung oft umgekehrt proportional zu seiner praktischen Umsetzung. Was eigentlich für lösungsorientiertes Handeln, Anpassungsfähigkeit und Zukunftsoptimismus stehen sollte, droht zum rhetorischen Dekor der rot-roten Landesregierung zu verkommen.

Dabei arbeitet jeder fünfte Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern in der Gesundheitswirtschaft. Sie ist eine der wichtigsten Branchen unseres Landes und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Umso erstaunlicher ist die politische Zurückhaltung, wenn es darum geht, dieses Potenzial tatsächlich zu nutzen.“

AfD-Fraktion MV

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