Sucht und Drogenmissbrauch durch Corona-Maßnahmen? Land muss Beratungsstellen finanziell stärken

Sucht und Drogenmissbrauch durch Corona-Maßnahmen? Land muss Beratungsstellen finanziell stärken

Sucht und Drogenmissbrauch durch Corona-Maßnahmen? Land muss Beratungsstellen finanziell stärken

Laut eines Artikels im Nordkurier ist die finanzielle Ausstattung der Sucht- und Drogenberatungsstelle Neustrelitz nicht gesichert. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Laut einer Studie haben der Alkohol und Drogenmissbrauch in der Pandemie stark zugenommen. Die Corona-Maßnahmen, die eigentlich den Schutz der Menschen zum Ziel hatten, haben die Zahl der Menschen mit Suchterkrankungen erhöht. Die Landesregierung unter Schwesig setzte die Bürger einer Extremsituation aus, welche nicht spurlos an der Bevölkerung vorbeigegangen ist. Es ist daher grob fahrlässig, Hilfsangebote finanziell nicht zu entlasten!

Die Beratungsstellen wissen nicht, mit welcher finanziellen Förderung sie im kommenden Jahr planen können, weil im Rahmen der Umsetzung des Wohlfahrtsfinanzierungs-und-transparenzgesetzes (WoftG) zwischen Land und den Landkreisen noch offene Fragen bestehen. Die Beratungsstelle in Neustrelitz rechnet mit finanziellen Einschnitten von bis zu 30 Prozent.

Darüber hinaus müssen die freien Träger immer mehr Eigenmittel aufbringen, welche zwischen 25 und 40 Prozent liegen, obwohl Suchtberatung eigentlich der Wohlfahrt zuzurechnen ist. Es drängt sich unmittelbar die Frage auf, von wem dieser Eigenanteil kassiert werden soll, etwa von den Suchtkranken, die eh kein Geld auf der Kante haben? Wir fordern vor diesem Hintergrund, dass die Wohlfahrt zum eigentlichen Wohlfahrtsgedanken zurückkehrt. Denn Vieles, was heute großzügig als ‚Wohlfahrt‘ gefördert wird, ist eben keine Wohlfahrt, Suchtberatung aber schon. Die derzeitigen Landesmittel müssen daher gesichert bleiben und der Eigenanteil der Beratungsstellen gestrichen werden.“

Author: admin_mv_nnc

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