Kostenfreie Kita: Miserabel umgesetzt, belastend für Erzieher, Eltern und vor allem Kinder!

Kostenfreie Kita: Miserabel umgesetzt, belastend für Erzieher, Eltern und vor allem Kinder!

Kostenfreie Kita: Miserabel umgesetzt, belastend für Erzieher, Eltern und vor allem Kinder!

In der heutigen Ausschusssitzung stellte das Sozialministerium zusammen mit dem Forschungsinstitut Prognos die Analyse-Ergebnisse zur aktuellen Fachkräftesituation in der Kindertagesförderung vor. Demnach ist 2020 bis 2025 mit 2156 Renteneintritten 2020 bis 2030 mit bis zu 4148 Renteneintritten zu rechnen. Der neue Personalbedarf kann aber durch die neue Personalgewinnung gedeckt werden, wenn davon auszugehen ist, dass es in Zukunft weniger Kinder geben wird und man vom derzeitigen Personalschlüssel und der jetzigen Fach-Kraft-Kind Relation ausgeht. Will man dies jedoch verbessern, so reicht die Personalgewinnung nicht aus. Problematisch ist auch, dass viele Kindertagespflegepersonen altersbedingt ausscheiden. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Thomas de Jesus Fernandes:

„Es wundert nicht, dass die Landesregierung die Fach-Kraft-Kind Relation in der kommenden Legislatur nur minimal verbessern möchte. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit die höchste Fach-Kraft-Kind-Relation, die mit dem viel zu niedrig angesetzten Personalschlüssel kaum verbessert werden kann. Der Personalschlüssel ist nicht nur unbefriedigend, sondern grenzt an Kindeswohlgefährdung. Der Fachkräftemangel ist in den Kindertageseinrichtungen deutlich spürbar und belastet Erzieher wie Kinder und Eltern gleichermaßen. Das ist kein Zustand!

Die Landesregierung hatte mindestens zwei Legislaturperioden Zeit, eine vernünftige und zukunftssichere Kita-Betreuung sicherstellen. Sich hinzustellen und den vermeintlichen Erfolg zu feiern, ist unglaubwürdig und ein Schlag ins Gesicht der buckelnden Erzieher und verunsicherten Eltern.

Dabei hätte die Landesregierung bereits handeln können, als am 1. Januar 2019 das Gute-Kita-Gesetz des Bundes in Kraft getreten ist. Mecklenburg-Vorpommern hat anteilig vom Bund für den Zeitraum bis 2022 106 Millionen Euro zur Verfügung bekommen.In den Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern im Kita-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG) wurden Handlungsfelder vereinbart, in denen das Geld sinnvoll und flexibel nach Bedarfen auf mehrere Handlungsfelder verteilt werden konnte. Man hätte das Geld anteilig einsetzen müssen für einen guten Betreuungsschlüssel oder für qualifizierte Fachkräfte. Stattdessen missbrauchte die Landesregierung das Geld für das Wahlgeschenk der kostenfreien Kita, welches miserabel umgesetzt wurde.“

Author: admin_mv_nnc

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