Knast für Ex-AWO-Funktionär: Selbstbedienungsmentalität, Vetternwirtschaft und Beschädigung des Ehrenamtes!

Knast für Ex-AWO-Funktionär: Selbstbedienungsmentalität, Vetternwirtschaft und Beschädigung des Ehrenamtes!

Knast für Ex-AWO-Funktionär: Selbstbedienungsmentalität, Vetternwirtschaft und Beschädigung des Ehrenamtes!

Bei der heutigen Urteilsverkündung gegen die Ex-AWO-Funktionäre Dr. Peter Olijnyk und Götz-Peter Lohmann (ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter) war ein Vertreter der AfD-Fraktion anwesend. Gegen Herrn Dr. Olijnyk wurden drei Jahre Haft, gegen Herrn Lohmann ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung verhängt. Dazu erklärt der Obmann der AfD-Fraktion im ehemaligen AWO-Untersuchungsausschuss, Thomas de Jesus Fernandes:

„Der vorsitzende Richter fand deutliche Worte. Wir als AfD-Fraktion sehen uns daher in unserer Einschätzung bestätigt: Das ‚System AWO‘ befördert Intransparenz, eine Selbstbedienungsmentalität, Vetternwirtschaft und beschädigt das Ehrenamt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Mildtätigkeit der AWO hat Olijnyk an sich selbst ausgeübt, wie auch der vorsitzende Richter anmerkte. Hunderttausende Euro aus zwielichtigen Verträgen wurden angehäuft und Herr Lohmann, immerhin damaliger Geschäftsführer, schaute tatenlos zu und setzte seine Unterschriften drunter.

Erschreckend ist, welches Bild in der Urteilsverkündung vom Machtkonstrukt Olijnyks im Kreisverband Müritz gezeichnet wurde. Wie einem Paten gleich leitete er jahrelang die AWO Müritz, lud zu Sitzungen, legte Tagesordnungen fest, setzte lukrative Gehalts- und Rentenverträge für sich auf und sorgte mit einer restriktiven Informationspolitik dafür, dass nur diejenigen von den ungeheuren Vorgängen etwas wissen durften, die auch etwas wissen sollten. Die Kontrollmechanismen haben auf ganzer Linie versagt, es wurde weggeschaut, vertuscht, getäuscht und ehrenamtliche Vorstandsmitglieder im Unwissen gelassen. Dieser Verlust an Bodenhaftung und die Raffgier nach immer mehr Geld sind genau die Gründe dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Wohlfahrtsfördertransparenzgesetz braucht, welches seinem Namen auch verdient.

Dass SPD, CDU und Linke nicht in der Lage waren, unserem Entwurf zuzustimmen und lieber einem halbgaren und nicht Transparenz erzeugenden Gesetzentwurf zustimmen, spricht Bände. Mit dem Entwurf der Landesregierung wird eben nicht verhindert, dass Zustände wie im Kreisverband Müritz zukünftig der Vergangenheit angehören. Der Schaden, welcher für das Ehrenamt in Mecklenburg-Vorpommern entstand, ist enorm. Leidtragende sind die Angestellten und Ehrenamtler aller Wohlfahrtsverbände, die durch die Machenschaften der AWO Müritz in Verruf geraten sind. Fest steht: die AfD bleibt am Ball. Der Untreuefall im AWO-Kreisverband Müritz ist kein Einzelfall, bundesweit häufen sich die Fälle und wer weiß, was im Verborgenen noch gemauschelt wird.

Ein Trostpflaster ist, dass es aufrichtige Mitarbeiter der Wohlfahrt gibt, welche das abgehobene und unlautere Gebaren von Funktionären nicht dulden. Ich bedanke mich bei der Staatsanwaltschaft, dem Landgericht Schwerin und allen an den Ermittlungen und um Aufklärung bemühten Stellen.“

Author: admin_mv_nnc

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