Ist die Schnellteststrategie nur teures Alibi für Landesregierung?

Ist die Schnellteststrategie nur teures Alibi für Landesregierung?

Ist die Schnellteststrategie nur teures Alibi für Landesregierung?

Am Wochenende hatte der Finanzausschuss in aller Eile über die Beschaffung von 2 Millionen Schnellteste für knapp 10 Millionen Euro zu entscheiden. Dazu erklärt der Abgeordnete der AfD-Fraktion, Dr. Gunter Jess:

„Das Beschlussverfahren an sich offenbart bereits chaotisches, operatives Regierungshandeln. Abwägungsprozesse und Diskussion – Fehlanzeige. Stattdessen wieder mal Durchwinken mit der Mehrheit von SPD, CDU und der Linken. Nur die AfD sieht Klärungsbedarf: Der Antigenschnelltest hat bei der derzeitigen Prävalenz des Virus in Mecklenburg-Vorpommern nur einen Vorhersagewert von rund 40 Prozent, d.h. 60 Prozent mögliche falsch positive Ergebnisse. Deshalb muss einem Positivtest ein PCR-Test folgen, der aber auch keine 100-prozentige Sicherheit hat. Dieses Screening ist daher unsinnig. Die Testungen sind offenbar für die Landesregierung eine Art Alibi, um gegen den Merkel-Kurs die Öffnungen trotz hoher PCR-Inzidenzen umsetzen zu können. Wir begrüßen die Zielstellung, das Alibi dafür ist uns zu teuer.

Weitere Fragen der AfD blieben unbeantwortet:

– Die Zahl der beschafften Tests wird für etwa zwei bis drei Wochen reichen. Sollen die Tests danach fortgeführt werden und wenn ja, wie lange?

– Wie kann eine schnelle umfassende Testung der Bevölkerung durchgeführt werden? Wer soll dies tun? Gelten auch private Tests?

– Was passiert mit den zu erwartenden falsch positiv Getesteten?

Da diese Fragen nicht erörtert werden konnten, hat die AfD ihre Zustimmung verweigert.

Wir halten die derzeit verfolgte Anti-Corona-Strategie der Regierung für falsch und kopflos. Wir brauchen zurzeit lediglich gezielte Maßnahmen, welche lokal auf Hotspots begrenzt sind. Wir brauchen den gezielten Schutz der vulnerablen Gruppe. Die AfD-Fraktion hat in der Sondersitzung des Landtages mit ihrem Antrag eine Alternativstrategie vorgelegt, Darin wird in 6 Punkten u.a. eine Ausrichtung der Gegen-Maßnahmen an den Primärindikatoren des Infektionsgeschehens vorgeschlagen und eine Orientierung am ‚schwedischen Weg‘. Mit dem heutigen Wissen über eine Infektion mit SARS-CoV-2 und über Covid-19 hätten wir gute Chancen, diesen alternativen Weg erfolgreich und mit deutlich weniger wirtschaftlichem Schaden zu gehen. Doch den Verantwortlichen fehlt der Mut – leider!”

Author: admin_mv_nnc

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.