Grenzt an Arbeitsverweigerung: Schwesig hat Sommer 2020 für eine greifende Strategie zur Schnelltestung sträflich vernachlässigt

In der Ostsee Zeitung vom 18.01.2021 werden die Probleme der Pflegeheime aufgezeigt, die durch die verordneten ständigen Schnelltests entstehen. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Thomas de Jesus Fernandes:

„Die politisch gewollte häufige Taktung von Schnelltests in Altenpflegeheimen, denen sich sowohl die Bewohner, die Besucher als auch die Pflegekräfte unterziehen müssen, geht vom Zeitaufwand und zusätzlichem Personaleinsatz voll zu Lasten der Einrichtungen. Das ist in Zeiten von Personalmangel nicht vertretbar. So fehlen beispielsweise in einer Einrichtung mit 500 zu Pflegenden und 135 Mitarbeitern täglich zwei Pflegekräfte, die für die Testung abgestellt werden. Diese Zeit beraubt man der Pflege und Betreuung und der Zuwendung für die alten Menschen, die sowieso schon besonders unter der Isolation leiden. Der Arbeitsdruck für die Pflegekräfte, die bereits am Limit ausgelastet sind, nimmt dadurch nochmals zu.

Die Landesregierung erlässt eine Landesverordnung zur Testung, stellt aber keine Ressourcen für die personellen Mehraufwände in Aussicht. Das ist unverantwortlich, Frau Ministerpräsidentin Schwesig! Seit einem dreiviertel Jahr ist die besonders schwierige Lage in den Pflegeheimen bekannt, diese Risikogruppe soll doch gezielt geschützt werden. Sie haben das nicht stringent verfolgt. In der etwas weniger angespannten Zeit des Sommers 2020 hätte man vorsorgen müssen, zusätzliches Personal für die Testungen rekrutieren müssen, es schulen müssen und einen Einsatzplan aufstellen können. Nichts davon ist passiert. Aufwachen! Die Risikogruppe der älteren Menschen in den Pflegeheimen und die Pflegekräfte haben einen Anspruch auf ein fürsorgliches und wirkungsvolles Handeln.“

Author: admin_mv_nnc

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.