Laut Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hat das Innenministerium aufgrund fehlender Statistiken keine Informationen zu Verknüpfungen zwischen dauerhaften Erkrankungen oder Dienstunfähigkeitsbescheinigungen und der belastenden Tätigkeit der polizeilichen Ermittler im Bereich Kindesmissbrauch. Hierzu erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer:

„Die Arbeit im Bereich sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen sowie Kinderpornographie ist sehr belastend. Vor dem Hintergrund wachsender Datenmengen und des auf sich wartenden Personalaufwuchses bei der Landespolizei ist deshalb höchste politische Sensibilität angesagt. Die Landesregierung sollte deshalb alles dafür tun, dass sehr gute Arbeitsbedingungen herrschen.

Eine notwendige Bedingung zur erfolgreichen Arbeit gegen den Kindesmissbrauch ist, für ausreichend Polizisten zu sorgen. Die ausweichend schwammige Antwort auf unsere Fragen hierzu lautet, dass eine stete personelle Anpassung nötig sei, Fakten also der Öffentlichkeit nicht genannt werden müssen. Wer den Bürgern und der Opposition solche Antworten liefert, handelt ignorant.

Das Innenministerium kann aktuell auch nicht sagen, wie viele der zuletzt eingesetzten Polizisten aufgrund der belastenden Tätigkeit dauerhaft erkrankt waren oder dienstunfähig wurden. Diese Antwort des Innenministers zeigt eine erschreckende Sachferne gegenüber den hier eingesetzten Beamten. Es ist vollkommen unerklärlich, warum hier nicht das direkte Gespräch mit informierten und erfahrenen Vorgesetzten gesucht wird.“

Redaktioneller Hinweis:

Kleine Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: http://www.dokumentation.landtag-mv.de/parldok/dokument/46930/rahmenbedingungen_und_psychologische_betreuung_von_polizeibeamten_im_bereich_kindesmissbrauch.pdf