Wie das Bildungsministerium mitteilte, konnten von den 942 Lehrerstellen, die für das neue Schuljahr ausgeschrieben waren, bislang nur 639 besetzt werden. Etwa ein Drittel davon sind Seiteneinsteiger, sodass nur knapp die Hälfte der ausgeschriebenen Stellen mit ausgebildeten Lehrern besetzt wurde. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher Jörg Kröger:

„Aufgrund der Corona-Krise fällt weiterhin eine Risikogruppe von Lehrkräften mit Vorerkrankungen ganz oder teilweise für den Präsenzunterricht aus. In Anbetracht des ohnehin vielerorts bestehenden Lehrermangels mit beständig hohem Unterrichtsausfall stellen diese Zahlen der Landesregierung ein denkbar schlechtes Zeugnis aus und zudem in Zweifel, dass alle Stundentafeln abgedeckt werden können.

Die Fraktion der AfD hatte bereits vor zwei Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Behebung des Lehrermangels beantragt, denen sich die Landesregierung jedoch verweigerte. Indem nun noch die Corona-Krise mit ihrem bisher massiven Unterrichtsausfall hinzukommt, wächst sich die Lage an unseren Schulen zu einer handfesten Bildungskrise aus.

Deren Leidtragende sind die Schüler. Wir fordern die Landesregierung auf, die Probleme schonungslos zu analysieren und die nötigen Maßnahmen zu treffen, statt die Lage immer wieder schönzureden.“