Zur vom Gericht verschärften Anklage gegen Götz-Peter Lohmann erklärt der AfD-Obmann für den AWO-Untersuchungsausschuss, Thomas de Jesus Fernandes:

„Die juristische Entwicklung bestätigt, was SPD, CDU und Linke nicht wahrhaben wollten: es sind keine Fälle von korrupten Einzeltätern, sondern es gibt ein ganzes Geflecht von Personen, die sich gegenseitig Geld und lukrative Jobs zuschanzen. In der Zeugenvernehmung Anfang März verweigerte Lohmann die Aussage, aus gutem Grund: der Mann hat Dreck am Stecken. SPD, CDU und Linke waren sich damals zu fein, einem entsprechenden AfD-Antrag zuzustimmen, um gerichtliche Zwangsmittel gegen Lohmann einzulegen. Dass jetzt die Schweriner Staatsanwaltschaft offen von der vonseiten der AfD schon immer vermuteten Mittäterschaft Lohmanns redet, zeigt, wie blind die anderen Fraktionen agieren. Von Aufklärungswillen ist nichts zu sehen, SPD, CDU und Linke behindern vorsätzlich mit ihrer Blockadehaltung die Aufklärung des AWO-Müritz-Skandales.

Die Mittäterschaft Lohmanns fällt zudem in die Amtszeit von Jetzt-Ministerpräsidentin Manuela Schwesigs Zeit als Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns. Kommenden Montag wird sich bei ihrer Zeugenvernehmung zeigen, was Frau Schwesig zu wissen vorgibt. Dass sie von all dem nichts gewusst oder geahnt hat, ist unglaubwürdig. Nächste Woche werden wir wohl Zeugen einer Befragung, in der mit Wattebällchen geworfen und nichtssagenden Phrasen um sich geschmissen wird.“