Laut eines Berichtes der Ostsee-Zeitung können vier von zehn Bürger für die Kosten der stationären Pflege nicht aufkommen. Laut Bundesregierung ist der Eigenanteil in Mecklenburg-Vorpommern von 220 Euro auf 1392 Euro gestiegen – eine Steigerung um knapp 533 Prozent. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern müssen sowieso schon mit kleinsten Renten über die Runden kommen. Es kann nicht sein, dass dann auch noch ein stationärer Pflegefall die Bürger zum Sozialfall macht. Die AfD-Fraktion plädiert für vorrangig häusliche Pflege, die es den Pflegebedürftigen ermöglicht, in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu bleiben und ein Stück Lebensqualität zu bewahren. Der Anteil der pflegebedürftigen Menschen wird weiter ansteigen, die notwendigen Pflegekräfte stehen nicht einmal annähernd zur Verfügung. Pflegende Angehörige sind ein Potential, welches wir nutzen müssen, sowohl finanziell als auch sozial.

Im Zuge der Debatte im Plenum um das Landespflegegeld im Oktober 2019 hatte die AfD-Fraktion dazu ein Konzept mit fundierter Kostenaufstellung vorgelegt. Die Landesregierung und alle anderen Fraktionen lehnten den Antrag mit scheinheiligen Argumenten ab. Die AfD-Fraktion wird weiter für bessere Rahmenbedingungen kämpfen, insbesondere ein höheres Pflegegeld. Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen gebührt Respekt, wir wollen, dass sie diesen Lebensabschnitt würdevoll gestalten können.“