Zu den Antworten bei der heutigen Fragestunde im Landtag Mecklenburg-Vorpommern erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Dirk Lerche:

„Eigentlich sollte es nur eine simple Frage werden. Neben den Neuninfektionszahlen, der Letalitätsrate, der wöchentlichen Inzidenz pro 100.000 Einwohner, der Höhe der Intensivkapazitäten und anderen epidemiologischen und gesundheitsbezogenen Kennzahlen gibt es eine Kennzahl schlechthin. Die sogenannte Reproduktionsrate ist relevant für die Eindämmungspolitik und wirtschaftliche Lage.

In der Fragestunde konnte die Öffentlichkeit nun keine Antwort erhalten, in welcher Weise sich die geschätzte Ansteckungsrate entwickelte. Bei der Telefonkonferenz am 16.04.2020 erklärte der Minister noch, dass der Reproduktionsfaktor bei 0,6 liege. Das war damals schon sehr gering, weshalb meine Fraktion sich für eine weitere Öffnungsdiskussion entschied.

Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, die fehlenden Werte für die Öffentlichkeit nachzuliefern. Wir brauchen eine Zeitreihe mit Daten, um die verschiedenen Maßnahmen und Lockerungen abgleichen zu können. So ließe sich etwas besser abschätzen, was bisher wirksam war und wo wir im Falle einer zweiten Welle nicht wieder schließen müssen.“