Zur heutigen Pressekonferenz der Ministerpräsidentin Schwesig und den angekündigten Lockerungsmaßnahmen erklärt der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Nikolaus Kramer:

„Zunächst ist es erfreulich, dass die Landesregierung bei ihrer Beurteilung die regionalen Besonderheiten und die besonders geringe Infektionsrate in MV berücksichtigt hat. Leider bleiben nach wie vor viele Fragen offen. So gibt es noch keine Perspektive für den sportlichen Wiederbetrieb von Vereinen oder die Öffnung von Fitness- und Sportstudios. Die sportliche Betätigung ist maßgeblich für unsere Gesundheit und darf bei den Lockerungsmaßnahmen auf keinen Fall unter den Tisch fallen.

Wir begrüßen die Öffnung von Restaurants und Hotels. Die Entwicklung der Infektionszahlen hätte allerdings auch eine frühere Öffnung ermöglicht. Die Begrenzung der Öffnungszeiten ist unsinnig. Dem Virus ist es egal, wie spät es ist – solange die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, sollen Betriebe ruhig ihre normalen Öffnungszeiten einhalten können. Und was ist überhaupt mit den zahlreichen Bars, Kneipen und Biergärten in Mecklenburg-Vorpommern? Deren Öffnung ist nach wie vor ungeklärt. Ich fordere die Landesregierung dazu auf, diese Überlegungen in ihre morgige Sitzung und Weiterentwicklung des Corona-Planes einfließen zu lassen und zu konkretisieren. Hier darf es zu keiner strukturellen Ungleichbehandlung kommen und allen Unternehmern muss zumindest eine Perspektive geboten werden.

Letztendlich sind alle Maßnahmen aber nur dann sinnvoll, wenn es zu einer Lockerung des Kontaktverbotes kommt. Hier muss die Anzahl an Personen, welche sich treffen dürfen, erhöht werden. Sachsen-Anhalt hat dabei eine Vorreiterrolle und erlaubt wieder Treffen von fünf Personen.“