Zum Einfluss der Corona-Pandemie auf die zukünftige Entwicklung der Strompreise erklärt der energiepolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Bert Obereiner:

„Aufgrund der Coronakrise ist im kommenden Jahr mit einem starken Anstieg der Strompreise für die Endverbraucher zu rechnen. Die Entwicklung der Einnahmen- und Ausgabenpositionen nach der Erneuerbare-Energien-Ausführungsverordnung sehen jedenfalls eindeutig danach aus, dass eine deutliche Anhebung der EEG-Umlage unausweichlich ist.

Auf dem EEG-Konto werden die Einzahlungen der Endverbraucher an die Betreiber von Windkraft- und Photovoltaikanlagen umverteilt. Bereits letzten Monat überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um 540 Millionen Euro. Der Kontostand der Übertragungsnetzbetreiber ist zu Beginn eines Kalenderjahres in der Regel gut gefüllt und nimmt bis zum Dezember deutlich ab. Durch die Coronakrise ist der Kontostand der Übertragungsnetzbetreiber aber jetzt schon auf dem Stand, den er normalerweise erst am Ende des Jahres erreicht.

Große Industrieanlagen – zum Beispiel in der Autoindustrie – haben in der Regel eigene Kraftwerke und speisen überschüssigen Strom ins öffentliche Netz ein. Viele Industrien sind aber wegen Corona stark heruntergefahren. Somit fehlt deren Einspeisung und wir sind verstärkt auf den teuren Strom aus erneuerbaren Energiequellen angewiesen.

Durch die Coronakrise wird jetzt nur noch deutlicher, was es auch vorher schon gegeben hat: Eine verfehlte Energiepolitik. Damit sich die sogenannte ‚Energiewende‘ auch weiterhin für Investoren und Betreiber lohnt, muss dem Endverbraucher noch tiefer in die Tasche gegriffen werden. Ein hoher Preis für Strom, der keine Versorgungssicherheit gewährleisten kann.“

Redaktioneller Hinweis:

EEG-Konten-Übersicht: https://www.netztransparenz.de/EEG/EEG-Konten-Uebersicht